Wer meinen Blog verfolgt sollte bereits wissen, dass es mir in letzter Zeit das Backgammon-Spiel angetan hat. Leider fehlt es mir nach wie vor an willigen Spielern und ich habe bisher keine Leidenschaft dafür gefunden, mit einem Computer-Gegner zu messen. Auch die Option online zu spielen konnte mich nicht überzeugen und so habe ich mich in den letzten Tagen wieder anderen Casino-Spielen zugewandt.
Tatsächlich landete ich bei einem Genre, mit dem ich mich schon eine ganze Weile nicht auseinandergesetzt habe; den berühmt berüchtigten Slotmaschinen. In Kneipen gehen mir die Dinger ja manchmal ganz schön auf die Nerven, wie sie ständig piepen und blinken, aber online entwickelt das System schon einen gewissen Reiz. Jedenfalls habe ich mich informiert was es so neues gibt in diesem Bereich und besonders eine Slotmaschine fand meine Aufmerksamkeit; Call of Duty 4 – Modern Warfare Slot Game.
Die Slotmaschine der modernen Kriegsführung also. Ein etwas fragliches Thema für eine einarmigen Banditen, wenn man mich fragt. Aber der Titel repräsentiert offensichtlich eine sehr bekannte Marke: „Call of Duty“ ist wohl, wie ich nach kurzer Recherche herausfand, ein beliebtes Videospiel für Heimkonsolen und hat in dieser Slotmaschine nur einen Ableger gefunden. Im Herzen ist Modern Warfare auch ein typischer Vertreter diesen Genres, nur das ab und an Soldaten über den Bildschirm huschen, während sich die Symbole – Waffen, C4-Sprengstoff etc. – über den Bildschirm drehen. Gelegentlich gibt es auch spektakulär inszenierte Explosionen zu sehen, aber das ist wenig relevant für das Spiel – so erschien es mir zumindest.

Der Anteil des Spiels, der mir dann aber ausgesprochen genre-untypisch erschien, war ein Feature dass sich „Call of Duty“ nennt – also „Ruf der Verpflichtung“ – und durch drei zufällige Symbole ausgelöst wird. Dabei verändert sich die Bildschirmansicht, man findet sich auf einem Schlachtfeld wieder und blickt durch die Augen eines Soldaten, der eine Waffe hält. Von rechts und links springen nun Gegner ins Bild und man muss mit einem Fadenkreuz auf sie zielen und schießen. Damit kann man dann Bonusspiele gewinnen und wenn man besonders gut ist – beispielsweise Kopfschüsse landet – bekommt man noch weitere Boni für das Spiel.
Die Slotmaschine wirbt damit, das Slot-Game mit einem beliebten Videospiel zu verbinden. Mir erschien der Versuch etwas skurril und wirklich fesseln konnte mich das Feature Soldaten zu erschießen nicht. Andererseits zweifle ich nicht daran, dass diese Slotmaschine bei einigen durchaus auf Gefallen stoßen könnte. Darum wollte ich von dieser Entdeckung berichten, damit sich meine Leser vielleicht ein eigenes Urteil darüber bilden können.





Die Gegner setzten scheinbar völlig willkürlich und als ich dann all ihr Geld vor mir aufgehäuft hatte, war auch schon der Akku des Handys beinahe leer. Danach beschäftigte ich mich mit Roulette, wo ich den größten Teil des virtuellen Geldes sehr schnell wieder verlor. Der Rest ging beim Black Jack drauf und ich hatte hatte einfach keine Lust, wieder gegen die Marionetten an den digitalen Pokertischen anzutreten, um mir neues Spielgeld zu besorgen.
Als ich neulich durch die Weiten des Internet surfte, fand ich in einem Forum eine amüsante Diskussion über Pokerbrillen. Ein User des Forums fragte nämlich, welche Poker-Brillen-Marke denn gut und bezahlbar sei und wurde – wie es in Foren immer üblicher zu werden scheint – erstmal ordentlich ausgelacht. Man kommentierte seine Frage mit dem spöttischen Hinweis, dass zum Pokern doch jede Brille tauge und es doch gar keine „Pokerbrillen“ gäbe. Auch wenn ich selbst etwas über die Frage schmunzeln musste, fand ich die Reaktionen doch ziemlich unhöflich und habe mal recherchiert: natürlich gibt es spezielle Pokerbrillen!