Pokerliteratur – mehr als man lesen kann!

Auch wenn Poker selbst nun wirklich keine Erfindung des 21 Jahrhunderts ist, kann man doch durchaus sagen, dass es erst im vergangenen Jahrzehnt wirklich gesellschaftsfähig geworden ist – zumindest hierzulande. Vorher war es immer eine Art Hinterzimmerglücksspiel für zwielichtige Gestalten und Leute, die ihr Haus und Hof bereits verspielt haben. Inzwischen sieht das ganz anders aus und bei alt und jung wird das strategische Kartenspiel immer beliebter, Turniere in allen Formen und Größe sprießen wie Pilze aus dem Boden und neuerdings wird es zu einer immer angeregteren Diskussion, ob Poker nicht wirklich ein waschechtes Geschicklichkeitsspiel sei.

Mit diesem Boom wurde auch die Zahl der deutschen Spieler erheblich höher, die sich als Ziel gesetzt haben mit Poker ihr Geld zu verdienen. Für diese erklärten Glücksritter wurde der Markt an Pokerliteratur förmlich von Publikationen überschwemmt. Erst zuletzt habe ich von einer neuen Veröffentlichung gelesen, die sich „The Way of the Poker Warrior“ nannte – also der Weg des Poker-Kreigers – und von niemanden geringeren als Paul Hoppe geschrieben wurde. Dort werden Anekdoten aus der Kampfsportkarriere von Hoppe mit diversen Lehren über das erfolgreiche Pokerspiel verbunden. Da gibt es viel Autobiographie für das Geld – und sicherlich unterhaltsame dazu.

Andere Bücher auf dem Markt gehen dann ohne Umschweife daran, die genaue Pokerstrategie zu erklären, nach dem man spielen sollte. „Poker mit System“, „Pokern wie ein Profi“ und natürlich „Spielend Geld verdienen“ sind dann die Phrasen, mit denen man zu der Lektüre gelockt werden soll. Besonders interessant fand ich eine Entdeckung, die eigens für das Pokerspiel die Körpersprache analysierte und Tipps gab, wie man den Gegner am Zucken und Blinzeln durchschauen könnte.

Letztlich stellt sich mir aber dann doch die Frage, was das Ganze bringt. Wenn man dann all die Bücher im Regal stehen hat und beim Buchhändler dafür so viel Geld zurücklassen musste, dass es für das Buy-In eines Mittelgroßen Turniers gereicht hätte, ist man auch noch nicht weiter. Dazu kommt nämlich noch die Zeit, das alles zu pauken und zwischen Statistiken und persönlichen Anekdoten seine Strategie zu finden. Vielleicht wäre es da besser gewesen, sich stattdessen mal ausgiebig an einem Pokertisch zu setzen und selbst die Erfahrungen zu sammeln. Für die Feinarbeit kann man dann immernoch das Internet bemühen. Ich denke, dass ist zumindest der spaßigere Weg, Pokern zu lernen.

„Spielschulden sind Ehrenschulden“

Das stimmt doch, oder? „Spielschulden sind Ehrenschulden“ – das habe ich mich schon einige male sagen hören. Und es hat immer eine erstaunliche Wirkung, denn appelliert man an die Ehre des Gegenübers, ist dieser meistens deutlich schneller gewillt, einem das verspielte Geld in die Hand zu drücken. Nunja, ich bin aber auch kein allzu hartnäckiger Gläubiger und habe schon so manchen alten Pokerkameraden mit seinen Spielschulden vom Stammtisch verschwinden lassen. Dafür musste er dann eben in der nächsten Woche das Bier bezahlen.
Aber dennoch, der Satz „Spielschulden sind Ehrenschulden“ bleibt eine wichtige Requisite bei jedem geselligen Spiel um Geld – auch wenn es nur um kleine Beträge geht. Aber was genau bedeutet das denn? Eigentlich sagt es ja gar nicht, dass man das Geld, dass man bei einem Spiel verloren hat, auch zahlen muss. Der Satz sagt ja nur, dass es eben Schulden der Ehre sind. Pfeift man auf seine Ehre, pfeift man auch auf seine Gläubiger. So behauptet es zumindest die Analyse des sprichwortartigen Satzes. Dennoch habe ich mich neulich gefragt, ob man nicht bei dem Verweigern von Schuldenbegleichung von seinem
Gläubiger rechtlich belangt werden kann.
Ich habe da kurzerhand mal Recherchiert und wurde auf fündig: „Durch ein Spiel oder durch Wette wird eine Verbindlichkeit nicht begründet.“ heisst es im § 762 des deutschen Gesetzbuches. Also kann man tatsächlich auf seinen Gläubiger pfeifen – Spielschulden sind tatsächlich Ehrenschulden. Allerdings leidet auch die Ehre darunter, wenn man von diesem Paragraphen am Stammtisch gebrauch macht. Wer will denn schon mit jemanden Spielen, der seine Schulden danach nicht bezahlt? Da sitzt man in der nächsten Woche allein am Tisch.
Ich möchte hier aber aufgrund der Vollständigkeit erwähnt haben, dass dieser Paragraph
wirklich nur für Stammtisch-Glücksspiel, -Wetten und ähnlichem gilt. Bei staatlich
Lizenzierten Glückspiel siehtd as ganze ganz anders aus. Also versucht euch nicht mit dem
Satz „Spielschulden sind Ehrenschulden“ aus einem Casino zu schleichen, nachdem ihr euer
Haus und Hof verspielt habt. Das klappt dann leider auch nicht.
Interessant ist übrigens auch, was weiter im § 762 zu lesen ist:
„Das auf Grund des Spieles oder der Wette Geleistete kann nicht deshalb zurückgefordert
werden, weil eine Verbindlichkeit nicht bestanden hat.“ Wer jetzt also denkt, aufgrund
des Paragraphen kann er all seine alten Kollegen um das verlorene Geld anhauen und die
gezahlten Summen zurückfordern, der liegt falsch. Auch hier gilt ein altes Sprichwort:
„Geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen.“

Das stimmt doch, oder? „Spielschulden sind Ehrenschulden“ – das habe ich mich schoneinige male sagen hören. Und es hat immer eine erstaunliche Wirkung, denn appelliert man andie Ehre des Gegenübers, ist dieser meistens deutlich schneller gewillt, einem das verspielteGeld in die Hand zu drücken. Nunja, ich bin aber auch kein allzu hartnäckiger Gläubiger undhabe schon so manchen alten Pokerkameraden mit seinen Spielschulden vom Stammtischverschwinden lassen. Dafür musste er dann eben in der nächsten Woche das Bier bezahlen.Aber dennoch, der Satz „Spielschulden sind Ehrenschulden“ bleibt eine wichtige Requisitebei jedem geselligen Spiel um Geld – auch wenn es nur um kleine Beträge geht.

Aber was genau bedeutet das denn? Eigentlich sagt es ja gar nicht, dass man das Geld, dassman bei einem Spiel verloren hat, auch zahlen muss. Der Satz sagt ja nur, dass es ebenSchulden der Ehre sind. Pfeift man auf seine Ehre, pfeift man auch auf seine Gläubiger. Sobehauptet es zumindest die Analyse des sprichwortartigen Satzes. Dennoch habe ich michneulich gefragt, ob man nicht bei dem Verweigern von Schuldenbegleichung von seinem Gläubiger rechtlich belangt werden kann. Ich habe da kurzerhand mal Recherchiert undwurde auf fündig: „Durch ein Spiel oder durch Wette wird eine Verbindlichkeit nicht begründet.“ heisst es im§ 762 des deutschen Gesetzbuches. Also kann man tatsächlich auf seinen Gläubiger pfeifen– Spielschulden sind tatsächlich Ehrenschulden.

Allerdings leidet auch die Ehre darunter,wenn man von diesem Paragraphen am Stammtisch gebrauch macht. Wer will denn schon mit jemanden Spielen, der seine Schulden danach nicht bezahlt? Da sitzt man in der nächsten Woche allein am Tisch. Ich möchte hier aber aufgrund der Vollständigkeit erwähnt haben, dass dieser Paragraphwirklich nur für Stammtisch-Glücksspiel, -Wetten und ähnlichem gilt. Bei staatlichLizenzierten Glückspiel siehtd as ganze ganz anders aus. Also versucht euch nicht mit demSatz „Spielschulden sind Ehrenschulden“ aus einem Casino zu schleichen, nachdem ihr euerHaus und Hof verspielt habt. Das klappt dann leider auch nicht.

Interessant ist übrigens auch, was weiter im § 762 zu lesen ist:„Das auf Grund des Spieles oder der Wette Geleistete kann nicht deshalb zurückgefordertwerden, weil eine Verbindlichkeit nicht bestanden hat.“ Wer jetzt also denkt, aufgrunddes Paragraphen kann er all seine alten Kollegen um das verlorene Geld anhauen und diegezahlten Summen zurückfordern, der liegt falsch. Auch hier gilt ein altes Sprichwort:„Geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen.“

„Bingo! Den ganzen Tag Bingo!“

Als der Sommer hier in Deutschland noch nicht so richtig durchstarten wollte – wir erinnern uns sicher alle an jene ungemütlichen Wochen, wo die warme Jahreszeit scheinbar nie kommen wollte – verabschiedete ich einen guten Freund, der aus Frustration über das Wetter spontan seine Sachen packte und sich in den Urlaub absetzte. Er wusste selbst nicht richtig wohin; er wollte einfach weg.

Vor kurzem kam er wieder an, um noch seinen Teil von der aktuellen Hitzewelle abzufassen und er erzählte mir, wo es ihn hin verschlagen hatte. „Las Palmas!“ rief er freudig aus und packte mir einen Stapel Fotos voller Palmen auf den Tisch. Ich fragte, was er denn da so getrieben habe und erwartete ebenso bunte Schilderungen, wie die Fotos erwarten ließen, aber seine Antwort überraschte mich etwas:„Bingo! Den ganzen tag Bingo!“

Offensichtlich gehört auf Gran Canaria das Glücksspiel aus der Lotto-Familie zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Auf der knapp 4000 Quadratmeter großen Fläche, die das Stadtgebiet von Las Palmas ausmacht, verteilen sich gleich 9 Bingo-Zentren. Diese sind auch nicht gerade klein, denn in den Hallen können immerhin 300 Leute ihrer Glücksspielleidenschaft fröhnen. Wenn man die Einwohnerzahl von Las Palmas bedenkt – laut meiner Recherche 1,042 Millionen Menschen – bedeutet das, dass auf gut jeden 400sten Einwohner ein Platz in einem Bingo Center kommt. Naja, vielleicht sind diese spontan gerechneten Daten nicht so repräsentativ, da hier Tourismus sicher eine große Rolle spielt und die Quote drückt. Dennoch, Bingo scheint der große Renner auf den Kanarischen Inseln zu sein.

Was mich aber bei den Berichten meines Freundes stutzig machte, war die Tatsache, dass er kein Wort Spanisch konnte. – bis auf „Una cerveza, por favor!“ natürlich. Wie konnte er also die Zahlen verstehen, die dort ausgerufen wurden? Aber das schien tatsächlich kein Problem zu sein: alle gezogenen Zahlen konnten auf riesigen Leinwänden abgelesen werden und die großen Bingo-Zentren in Las Palma hatten sowieso alle Tischcomputer. „Alles also kein Problem!“

Sogar das Essen soll in den Hallen recht preiswert und lecker sein. Es klingt also nach einem erlebenswerten Freizeitaktivität, wenn man mal nach Las Palmas kommt. Und warum auch nicht, wenn man mit zwei Sätzen durch den Auslandsaufenthalt kommt: „Una cerveza, por favor!“ und „Bingo!“.

Das Casino in der Hosentasche

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich ein sehr ungeduldiger Mensch geworden bin, seitdem ich aufgehört habe zu rauchen. Die einschlägigen Gründe dafür überzeugen mich zwar immer noch, aber wenn ich dann mal irgendwo warten muss – wie beispielsweise neulich an der Bahn – muss ich feststellen, dass ich diese Pausen im Tagesablauf nun nicht mehr füllen kann.

Und auf der Suche nach der nächstbesten Beschäftigung, die mich nicht an eine Zigarette denken lässt, fing ich an mit meinem Handy herumzuspielen, dass ich sonst ausschließlich zum telefonieren benutze. Und siehe da; ich entdeckte ein ausgewachsenes Casino, dass ich mit mir herumschleppte.

Alles war da: Roulette, Black Jack, diverse Slot-Machinen und so weiter und so fort. Natürlich ging meine erste Wartepause für eine Runde Handy-Poker drauf. Das wurde allerdings erstaunlich schnell langweilig. Die Gegner setzten scheinbar völlig willkürlich und als ich dann all ihr Geld vor mir aufgehäuft hatte, war auch schon der Akku des Handys beinahe leer. Danach beschäftigte ich mich mit Roulette, wo ich den größten Teil des virtuellen Geldes sehr schnell wieder verlor. Der Rest ging beim Black Jack drauf und ich hatte hatte einfach keine Lust, wieder gegen die Marionetten an den digitalen Pokertischen anzutreten, um mir neues Spielgeld zu besorgen.

Dennoch brachte mich diese Entdeckung auf meinem Handy zum nachdenken: warum gibt es nicht schon längst Handy-Casinos, bei denen man um echtes Geld spielen kann? Das händeln mit Spielgeld ist schließlich immer letztlich unbefriedigend. Ich recherchierte und fand schon einige Projekte, wo Online-Pokerrooms auch von einer Handy-Software aus begehbar waren. Allerdings schien das ganze nicht sonderlich erfolgreich und breit kompatibel zu sein.

Vielversprechender waren da Ansätze eines bekannteren Online-Poker Portals, dass eine Firma mit der Programmierung einer entsprechenden Software bereits beauftragt hat.

Vielleicht können wir ja tatsächlich zumindest bald unsere favorisierten Pokerräume in unseren Hosentaschen mit uns tragen. Dann ist es doch nicht mehr weit, bis da ein ganzes Casino reinpasst, oder?

Die Kunst des richtigen Setzens

In meiner Zeit an diversen Pokerstammtischen habe ich oft Anfänger des Spiels erlebt, die sich an die Tische setzen und dort eine Strategie an den Tag legen, die ich für mich als das “0-8-15 Schema” benannt habe. Meistens wird das “0-8-15 Schema” von jenen Pokereinsteigern gespielt, die mit dem Anspruch an das Spiel gehen, richtig gut zu werden. Darum haben sie sklavisch auswendig gelernt, in welcher Position zum Dealer man welche Kartenkombinationen spielen sollte und welche nicht.

Es ist ein spielen nach Wahrscheinlichkeit – mathematisch, kühl und ziemlich erfolglos. Denn das “0-8-15 Schema” hat einen bedeutenden Fehler:  spielt man jede Karte exakt nach ihrer mathematischen Erfolgschance, wird das schnell jedem halbwegs aufmerksamen Gegner offenbar und es ist für ihn ein Leichtes, diese Strategie auszuhebeln.

Dabei ist das Verwenden eines solchen Schemas ja grundsätzlich nichts schlechtes, doch sklavisch daran halten sollte man sich nicht. Ich selbst halte mich nur sehr leidlich an die statistischen Erfolgschancen meiner Karten – egal wie niedrig die Zahlen auf meinem Blatt “Suited Cards” sind, ich zahle regelmäßig Unsummen um damit den Flop zu sehen. Oft zahle ich dafür ein hohes Lehrgeld, aber nunja, jeder hat eben seine bevorzugten Blätter.

Meiner Meinung nach ist das A und O jeder erfolgreichen Partie Poker, dass man die Kunst des richtigen Setzens beherrscht. Das sollte auch jedem Anfänger klargemacht werden: es zählt nicht in erster Linie, was man auf der Hand hält, sondern wie man diese Hand dann spielt. Auch mit einer schlechten Kartenkombination kann man noch versuchen einen preiswerten Flop zu treffen. Parallel dazu ist ein hohes Paar auf der Hand nichts wert, wenn man beim ersten Raise all seine Mitspieler aus dem Spiel jagt. Wer kennt nicht das frustrierende Erlebnis, mit einem saftigen Paar Könige auf der Hand doch nur die Blinds der Runde abzugreifen?

Eine Technik für diese Kategorie ist auch das Slowplay. Dabei spielt man auch ein gutes Blatt zurückhaltend – mit sehr geringen Einsätzen oder gar einem Check – und hofft auf die Erhöhung des Gegenspielers. Darauf reagiert man dann mit einem Raise und zieht den Konkurrenten noch tiefer in sein verderben. Ein bekannter Trick – leicht zu erlernen, aber schwer zu meistern.

Meiner Meinung nach machen solche Strategien Pokern erst zu dem Geschicklichkeitsspiel, dass es ist und ich persönlich würde jedem Anfänger empfehlen, die Energie auf solche Kniffe zu konzentrieren, statt Statistiktabellen zu pauken.

Voller Durchblick dank der Pokerbrille

Als ich neulich durch die Weiten des Internet surfte, fand ich in einem Forum eine amüsante Diskussion über Pokerbrillen. Ein User des Forums fragte nämlich, welche Poker-Brillen-Marke denn gut und bezahlbar sei und wurde – wie es in Foren immer üblicher zu werden scheint – erstmal ordentlich ausgelacht. Man kommentierte seine Frage mit dem spöttischen Hinweis, dass zum Pokern doch jede Brille tauge und es doch gar keine „Pokerbrillen“ gäbe. Auch wenn ich selbst etwas über die Frage schmunzeln musste, fand ich die Reaktionen doch ziemlich unhöflich und habe mal recherchiert: natürlich gibt es spezielle Pokerbrillen!

Das abgefahrendste Modell, das ich in den Weiten des Internets aufstöbern konnte, heißt „Barracuda“ und sieht aus wie eine Requisite aus einem zweitklassigen Science-Fiction Film. Stattliche 40 Euro muss man für so was hinblättern, aber dafür sieht man dann auch aus wie direkt aus einer Zeitmaschine gefallen.

Als ich mehr darüber nachgedacht hatte, entdeckte ich aber doch einige Vorteile, die so eine spezielle Pokerbrille haben könnte. Zum einen sollten sie nie verspiegelt sein. (Ein Witzbold im Forum empfahl doch tatsächlich eine vollverspiegelte Brille – da kann man ja seinen Mitspielern auch gleich seine Karten nennen.) Dann bringen diese Brillen den Vorteil mit sich, dass sie das Blickfeld nur unmaßgeblich verdunkeln. Was würde auch eine Pokerbrille bringen, wenn man kaum die Karten auf dem Board erkennen kann? Und letztlich sind diese Brillen meist so gebaut, dass sie den Einblick auf die Augen aus allen Winkeln schützen, aber gleichzeitig ein großes Blickfeld für den Träger eröffnen. So kann man unbemerkt die Mimiken der Gegner studieren.

Wie diese theoretischen Vorteile dann umgesetzt werden, hängt wohl vom jeweiligen Spieler ab. Vorteile sind es aber sicher, weshalb man doch auf Pokerturnieren doch oft genug halb vermummte Männer hinter großen Brillen die Karten aufnehmen sieht. Vielleicht hatte ja Daniel Negreanu doch etwas recht damit, dass so etwas ans Schummeln grenzt. Für diejenigen die diese Diskussion verpasst haben: Negreanu forderte im Mai ein umfassendes Verbot für Sonnenbrillen auf Live-Turnieren. Zwar stehe ich dieser Forderung doch mit zwiespältigen Gefühlen gegenüber, aber es würde sicher auch seinen Nutzen bringen. Live-Poker würde sich dadurch deutlicher vom Online-Poker abheben und mit dem Verbots eine spezifischen Qualitäten hervorheben.

Andererseits; wenn man so abgefahrene Brillen wie die „Barracuda“ tragen darf, nur weil man Poker spielt, sollte man die Chance nutzen. Wer wollte nicht schon einmal aussehen wie eine Figur aus Raumschiff Enterprise?

Neue Technik des online Pokers?

Ich muss wirklich zugeben, dass ich mich seit jeher an den realen Pokertischen wohler gefühlt habe, als an ihrem virtuellen Pendant. Zwar habe ich schon jede Menge Karten in den Rooms verschiedener Portale aufgenommen, aber wenn ich die Wahl habe, sitze ich doch lieber an einem Tisch und spüre das Gewicht jeden einzelnen Chips, den ich in den Pot werfe. Das ist natürlich nur eine persönliche Vorliebe, aber was ich mir neulich hab erzählen lassen, hat diese Präferenz noch bekräftigt.

Bei einer Runde Hold’em mit Bekannten kam ich mit einem jungen Mann ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass er in der Runde neu war. Er wolle hier nur mal „checken, was das Ding mit diesem Stammtischpoker“ sei. Die letzten Wochen habe er viel Online-Poker gespielt, habe schon einige Freerolls-Turniere „gerockt“ und wolle jetzt ans Geld gehen. Ich war überrascht von seinem ambitionierten Auftreten und auf mein Nachfragen erfuhr ich, dass er sehr neu in der Pokerszene ist und sich vorher im E-Sport herumgetrieben habe.

Dort hat er Strategiespiele auf dem Computer in einem semi-professionellen Rahmen gespielt und mit virtuellen Legionen große Schlachten ausgetragen. Der Übergang zum Online-Poker sei ihm dann leicht gefallen, erklärte er, denn durch die Computerspiele sei er es gewohnt sich ständig um mehrere Dinge gleichzeitig zu kümmern. Was mich dann wirklich beeindruckte, war seine Angabe, dass er regelmäßig an 8 bis 12 Spieltischen gleichzeitig spielen würde.

Schon oft habe ich gehört, dass es beim Online-Poker inzwischen die Regel ist, an mehreren Tischen gleichzeitig zu spielen, um möglichst effektiv zu sein. Aber 8 bis 12 gleichzeitig? Ich fragte, ob man denn dann überhaupt noch ein Gefühl für die jeweilige Runde und seine Gegner aufbauen könne, aber er winkte ab: diverse Programme geben ihm an jedem Tisch die Wahrscheinlichkeit seines Blattes, die Spieltendenz der Gegner und deren gefoldeten Hände an. Er spiele dann rein nach Statistiken und es ginge nur noch darum, so schnell wie möglich Tabellen zu durchblicken und Entscheidungen zu fällen.

So spielt also ein E-Sportler im Internet Poker. Darüber musste ich nachdenken. Was bleibt denn da noch übrig von der strategischen Finesse des Spiels? Die Geschicklichkeit beschränkt sich dann doch nur noch darauf, möglichst viele Tische gleichzeitig zu kontrollieren. Das brachte mich ziemlich ins grübeln, aber mit etwas Genugtuung konnte ich mir dann ansehen, wie mein Gesprächspartner ausschied: Mit einem All-In versuchte er einen Bluff zu retten, aber die Angst stand ihm ins Gesicht geschrieben. Sein Kontrahent callte sofort. Zumindest an den echten Spieltischen kann man wohl Spielgefühl nicht mit Technik ersetzen.

Das Dominance Roulette System

Es ist mal wieder Zeit für Roulette. Heute beschäftige ich mich mit dem Dominance Roulette System. Dieses System ist nicht ganz so einfach wie beispielsweise das Martingale System. Bei diesem System werden verschiedene Möglichkeiten, die das Rad bietet, gemischt und in ein interessantes System zusammengebaut.

Das Dominance System setzt nicht auf die üblichen Even Money Bets mit den 50:50 Chancen, es nutzt die Roulette Wahrscheinlichkeit der Dutzend Wetten aus. Diese sind für ein solches System auf jeden fall gut geeignet, werden jedoch von vielen Spielern ignoriert. Dieses Roulette System ist eines der umstrittensten Systeme.

Bei diesem System sollte der Spieler die ersten 10 Spiele das Rad beobachten und sich merken, welche Dutzend Wetten gewinnen auf die er dann setzten sollte. Die meisten Spieler sind davon überzeugt, dass das darauf abzielt eine Tendenz des Rades zu finden, das ist jedoch falsch. Das ist lediglich eine Auswahlmöglichkeit um eventuelle Fluktuationen in der Statistik der Gewinne zu nutzen. Spieler die sich sicher fühlen, können auch ein oder zwei Dutzend Einsätze wählen. Auf jedes gewählte Dutzend setzt man nun eine bestimmte Einheit. Als Beispiel nehme ich hier eine Einheit von 5 €uro. Gewinnt nun eine der dutzend Wetten , dann erhöht der Spieler seinen Einsatz um 20 Prozent – also 6 Euro.

Be jedem Gewinn wird auch der Einsatz erhöht. Verliert das Dutzend kann man je nach Budget wieder 20 Prozent abziehen. Man kann den Run natürlich auch beenden und die Einsätze auf fünf Euro zurücksetzen.

Die Gewinne werden während des Spiels zwangsweise sehr strak fluktuieren, daher lehnen viele Spieler dieses Roulette System von vornherein ab. Hat man als Spieler jedoch das entsprechende Budget um dieses System durchzuhalten, kann es dem Spieler eine erhöhte Gewinnchance verschaffen, denn dieses System reagiert dynamisch auf die Ergebnisse der Spieler.

In vielerlei Hinsicht ist dieses System daher eher eine Strategie, aber es erleichtert das Spiel, denn die einzige Entscheidung die der Spieler noch treffen muss ist erhöhen oder zurückziehen? Dieses System wird auch oft als Spiel mit dem Feuer bezeichnet, denn es stützt sich starkt auf die durchschnittliche Verteilung der Roulette Gewinne. Dieses System ist also eher ein System für risikofreudie High Roller. Spieler mit einem kleinern Budget sollten sich an klassische Roulette System halten – aber hey “ No risk – no fun” :)

Rush Poker – ist die angesagte Pokervariante überhaupt profitabel?

Für Rush Poker stehen auf jeden Fall die gespielten Hände pro Stunden. In einer normalen Pokerrunden sind das für gewöhnlich 80-90 Hände in einer Stunde. Bei Rush Poker kann man über 250 Hände pro Stunden spielen – je nachdem natürlich wie schnell man klickt

Mehr Hände = mehr gute Hände und mehr Hände in denen man seine Vorteile ausspielen kann. Mit mehr Händen generiert der Spieler ausserdem mehr rake. Mehr Rake bedeutet wiederum mehr Rakeback und mehr Bonusgeld.

Rush Poker macht das Spiel sehr gleichmäßig und eliminiert Aspekte wie Tells vollständig. Ein Umstand, den man zu seinem Vorteil ausnutzen kann.

Der Spaßfaktor bei Rush Poker ist groß! Was für mehr Fischen an den Tischen sorgt. Wenn man mehr Hände gegen Fische spielen kann, ist das eine tolle Sache. Leider erkennt man die jedoch erst wenn es zu spät ist.

Trotz Geschwindigkeit sollte man in der Lage sein Reads zu bekommen. Man sollte den Gegener und sein Spiel ausrechnen können und die Vorteile ausspielen. Allerdings ist es fast unmöglich bei dem schnellen Spielwechsel die Spielweise der Gegner zu analysieren. Daher muss man alle Spieler gleich behandeln und ABC Poker spielen – egal ob gegen Fisch oder Hai.

Man verliert zwangsläufig einen Großteil seiner Edge auch wenn man ein besserer Spieler als der Gegner ist.

Bei so vielen Händen, die man bei Rush Poker spielt bekommt man auch mehr bad beat und cooler. Cooler sind praktisch die Regel, wenn man bedenkt, dass einige Spieler turbo-folden bis sie Asse oder Könige bekommen. Sollte man das als Spieler nicht gut verarbeiten können das ist Rush Poker vermutlich nicht das richtige Spiel. Man bekommt schnell Problemem, wenn man vier Tische aufmacht und 1000 Hände pro Stunde spielt.

Der größte Nachteil bei Rush Poker ist, dass das schnelle Spiel die Entwicklung beeinträchtigt und es verhindert die Weiterentwicklung als Spieler. Rush Poker ist allerdings herrvoragend. Wenn man damit zufrieden ist, Rake zu grinden, wenig zu gewinnen und auf $1/$2 halbwegs klar zu kommen. Für den, der bei den Limits aufsteigen will und sich erbessern will ist RushPoker vermutlich nichts.

RUSH Poker

Es tut sich immer was am Online Poker Markt. Nun hat Full Tilt Poker das wohl schnellste Poker Spiel der Welt erfunden – RUSH POKER.

Rush Poker ist eine neue Variante von No Limit Hold’e m und soll die Wartezeit zwischen den Pokerhänden gewaltig minimieren, um in Action zu bleiben. Spieler, die auf einem bestimmten Limit spielen, sind in einem gemeinsamen Spielerpool. Hat man seine Hand an einem Tisch gefoldet wird man sofort an einen neuen Tisch gesetzt – mit neuen Gegnern und einer neuen Position -, an diesem Tisch werden neue Hole Cards ausgeteilt. Der Spieler, der am längsten keinen Blind mehr bezahlt hat, landet im Big Blind. Small Blind und die anderen Positionen werden in jeder Hand neu ausgelost.

Nach einem Fold muss man also nicht mehr warten, bis das Blatt zu Ende gespielt wird, das erhöht die durchschnittliche Anzahl der gespielten Hände pro Stunde natürlich deutlich. Rush Poker richtete sich vorallem an No Limit Cash Game Spieler.

Ein Vorteil bei Rush Poker ist nicht nur das man stündich mehr Hände spielen kann, man spielt dadurch auch seinen Bonus schneller frei. Reads der Gegner auf einen seblst sind fast unmöglich, was umgekehrt natürlich wieder ein großer Nachteil ist.

Der Quick Fold Button ist eine zusätzliche Option mit der jeder Spieler sein Spiel zusätzlich beschleunigen kann. Weiss man schon zu beginn, das man seine Hand foldet, kann man den Quick Fold Button betätigen und kommt sofort an den nächsten Tisch.

Bei Rush Poker sollte man auf jeden Fall tighter als gewohnt spielen, den die Gegner können praktisch keine Reads aufbauen. Da vermutlich auch die Gegner tighter spielen werden, kann man in späterer Position mehr spekulative Hände limpen/cold-callen, weil man enorme implied Odds hat.

Bisher gibt es die ultimative High speed Pokererfahrung online nur auf Full Tilt Poker.

Mein Buchtipp: “Über Glücksspieler und Spielerglück” von Michael Kohtes

Der kölnerische Journalist Michael Kohtes arbeitet nebenbei für die ZEIT und befasst sich nicht zum allerersten Mal mit menschlichen Eigenheiten. Letztes Jahr erschien sein Werk “Glücksspieler und Spielerglück”, in dem er ebenso unterhaltsam wie hintergründig informiert über die kulturelle Geschichte des Glücksspiels schreibt.

In seinem Buch beschreibt er Glücksspielorte, die von verrauchten Hinterzimmern und eleganten Casinospielsälen reichen. Er ist der geschichtlichen Entwicklung der einzelnen Spiele und ihrer frühen Formen auf der Spur, die bis in die Antike reichen. Er beschreibt die Verarbeitung in Literatur und Kultur durch russische Autoren wie Dostojewski und Puschkin. Kohtes erstellt eine Typologie des Spielers. Diese geht über den Gelegenheitsspieler und den Fanatiker, der erst bei seinem Ruin in die Realität zurückgeholt wird und wo kein ultimativer Gewinn auf ihn wartet.

Laut Kohtes gehe es beim Spielen nicht um Leben und Tod, da stecke viel mehr dahinter. Er hat bei der Beschreibung des „mehr“ wahrscheinlich Millionen von Lottospielern und Gelegenheitsspielern hinter sich. Er schreibt, es gehe um das Heiligste, was die Menschen kennen würden und dass sei das das geliebte Geld. Doch sei ist sich der Tatsache bewusst, dass nicht nur das das Wesentliche sei. Der Drang zu spielen gehöre zum menschlichen Naturell und sei jedem angeboren. Die Differenz liege lediglich darin, dass jeder seine Spielleidenschaft auf seine eigene Art und Weise fröne.

Gewinnstreben, Konkurrenzdenken, Suche nach dem Nervenkitzel und der Mut zum Risiko. Er lehnt die Verbindung von Glücksspielern und Wall-Street-Bankern, die unbekümmert ganze Generationen an der Börse verspielen, vehement ab. Ein richtiger Glücksspieler ruiniere nur sich selbst, sagt Kohtes, der seinem Hobby am liebsten in traditionellen Casinos nachkommt. Er würde nie Geld, das ihm nicht gehöre, verzocken, so wie der Börsianer. Ein richtiger Spieler gebe alles für eine Poker- oder Black-Jack-Partie, doch er sei sehr zufrieden, denn das Spiel gegen das Schicksal könne ein menschliches Herz erfreuen. Doch diese Leidenschaft steht auch für die Absurdität allen Seins, denn wer im Spiel den Zufall zu überlisten versucht, steht am Ende als Verlierer da.

Der Schriftsteller beschreibt den Charakter des Spielers mit viel Sensibilität und betrachtet ihn als Rebell gegen die dominierenden Autoritäten und die Fesseln des wirtschaftlich ausgerichteten Bürgertums und das Vernunftprinzip. An dieser Stelle zeigt Kohtes deutlich die Unterscheidungen zwischen Börsianer, der mit dem Glücksspieler gleichgestellt wird, auf. Dem einen ist die Maximierung seines Gewinns wichtig, dem anderen hingegen um Leidenschaft. Apologeten von unkontrollierten Märkten nur ein kaltes Gewinnkalkül vorweisen, will sich der begeisterte Spieler gegen jede Logik immer wieder mit dem Zufall messen.

Der traditionelle Spieler hat zwei lebenswichtige Prioritäten: Spielen und Gewinnen und Spielen und Verlieren. Während sich die Welt der Finanzen mit ihrer eiskalten Berechnung ins eigene Fleisch geschnitten hat, hält sie an der Rechtmäßigkeit ihrer rücksichtslosen Vorgehensweise fest. Der Spieler hingegen steht schon vorher zur Absurdität, die er zu seinem Lebensmotto macht und der Frage nach dem Sinn und Zweck hartnäckig aus dem Weg geht.

Mit seltener Feinsinnigkeit, Konsequenz und Verständnis beschreibt der Autor die Seele von Spiel und Spiel. Die blumenreiche und dem unterhaltsamen Duktus von Kohtes lassen das Buch zu einem kurzweiligen Leseereignis werden. Sollte man auf jeden Fall gelesen haben.

Das Paroli System

Das Paroli System ist der Klassiker unter den Einsatz Systemen. Dieses System lässt sich auf praktisch jedes Setzspiel, unabhängig von den Regeln, anwenden. Im Prinzip ist das Paroli Einssatz System das genaue Gegenteil vom berühmten Martingale System, das von millionen Spielern genutzt wird. Das Paroli Einsatz System hilft dem Spieler mi dem Geld des Hauses zu spielen.

Vorallem für Anfänger ist dieses System ideal, so müssen sie nicht ihren Verlusten nachjagen. Das Paroli System findet sich am häufigsten an Craps Tischen, doch auch bei Roulette macht dieses System eine gute Figur. Beide Spiele verfügen über Even Money Bets und diesen kann man ganz hevorragend Paroli bieten. ;)

Bei einer Even Money Bet mit 5 €, gespielt mit einer Dreierreihe, sähen die Gewinne mit dem Paroli System so aus:

5 € Gewinn 5 €

10 € Gewinn 15 €

20 € Gewinn 35 €

Nach einer abgeschlossenen Gewinnreihe startet der Spieler einfach wieder von vorne. Selbst wenn man nicht gewinnt – hält sich der Verlust in Grenzen.

5 € Gewinn 5 €

10 € Gewinn 15 €

20 € Verlust -5 €

Der Verlust des Starteinsatztes ist das schlimmste was passieren kann. Das Paroli System ist dadurch also wesentlich stabiler, also beispielweise das Martingale System.

Doch auch das Paroli System hat wie jedes anderes Wett-System einen Haken. Wichitg ist vorallem, das man mit dem Paroli Einsatz Sytem die Chance des Spiels nicht veränderen kann, weder wird das House Edge gesenkt noch steigert man seine Gewinnchancen. Auch bei diesem System gewinnt das Haus noch immer – egal wie gut man es Spielt.

Umso weiter die Gewinnchancen von einer 50:50 Wahrscheinlichkeit abweischen, umso warscheinlicher wird, dass das Paroli System nicht funktioniert. Im Großen und Ganzen bietet das Paroli Sytstem eine gute Spielgrundlage und ermöglicht dem Spieler seine Gewinneinsätze sinnvol zu verwalten und die Verluste zu kompensieren. Die Spieler können von der Glücksstähne profitieren und die Pechsträhen meiden. Daher ist das Systerm besonders gut für Anfänger geeignet. Natürlich können auch Profis dieses System anweden, das System ist immer gleich stabil und bietet Profi und Anfänger die gleichen Vor- und Nachteile – ein sehr demokratisches System eben.

Steuern am Pokertisch?

In letzter Zeit wird man online ja immer öfter mit der Frage konfrontiert, ob Poker Spieler nun iher Gewinne versteuern müssen oder nicht. Hier kommt es allerdings darauf an, ob ich porfessioneller Pokerspieler bin und das so zu sagen mein Beruf ist, oder ob ich Abends am Stammtisch gemütlich eine Runde unter Männern zocke und dabei den ein oder anderen Fuffi gewinne.

Wenn man als Freizeitbeschäftigung legal pokert, erziehlt man Einnahmen aus dem legalen Glücksspiel, diese betreffen die private Vermögensebene und sind daher steuerfrei. Auch der Lottogewinn, oder der Gewinn von einem durchaus erfolgreichen Casino Abend, zählt zu dieser Kategorie und ist von der Besteuerung ausgenommen.

Kapitalerträge die aus Gewinnen resultieren müssen jedoch bei der Steuererklärung angegeben werden. Unmöglich ist eine Absetzung als Werbekosten, genauso wie eine Einbringung von Verlusten, da ja auch die Gewinne nicht unmittelbar besteuert werden.

Bei einem Profispieler sieht das jedoch anders aus, denn als Profispieler erziehlt man gemäß § 15 EstG gewerbliche Einkünfte und diese müssen versteuert werden. Zwischen Profispieler und Freizeitspieler unterschiedet man in erster Linie, wie viel Zeit man in das Kartenspiel investiert hat und an der ernsthaften und nachhaltigen Gewinnerzielungsabsicht.

Für eine Steuerberechnung sind allerdings die tatsächlich erzielten Einnahmen maßgeblich. Das heisst, dass alle im Rahmen der Pokertätigkeit getätigten Aufwendungen angesetzt werden können.

Na dann mal ran an den Pokertisch ;)

Pai Gow Poker

Pai Gow Poker Begriffe:

Banker -in einem Pai Gow Poker Spiel der Gegner des Spielers

Copies – unentschieden. Die Hand des Spielers und die Hand der Bank haben den selben Wert – wenn das eintrifft gewinnt immer die Bank.

Dragon Hand – die Dragon Hand wurde an einen leeren Sitz am Pokertisch ausgeteilt. In manchen Kasinos darf ein anderer Spieler diese Hand als seine aufnehmen.

Flush – alle fünf Karten haben dieselbe Farbe und den selben Wert, d. h., Pik, Herzen, Kreuz oder Karo

Four-of-a-kind – Vier Karten mit dem gleichen Wert.

Full House – Drei Karten haben den selben Wert und die restlichen beiden Karten haben ebenfalls den selben Wert.

Hand Behind – Der Name einer Fünf-Karten-Hand im Pai Gow, da es hinter die kleinere Zwei-Karten-Hand gelegt wird.

High Card – Hat kein Spieler eine Pokerhand mit einem Paar, so bestimmt die höchste Karte in der Runde den Sieger.

House Way – Eine Dealer-Strategie um ihre Karten zu sortieren.

Joker – bei pai gow eine Wild Card. Diese Karte kann man verwedenden um einen Straight, einen Flush, oder einen Straight Flush zu vollenden. Kann sie nicht dafür verwendet werden zählt sie als Ass.

Pair – Ein Kartenpärchen mit dem selben Wert.

Royal Flush – Die höchste Hand im Poker. A-K-Q-J-T derselben Farbe, d. h., Pik, Karo, Herzen oder Kreuz.

Straight – Eine Hand mit fünf aufeinander folgenden Karten, d. h., 9-8-7-6-5, unabhängig von der Farbe.

Straight Flush – Eine Hand mit fünf aufeinander folgenden Karten derselben Farbe, d. h., 9-8-7-6-5, zum Beispiel alles Herzen.

Three-of-a-kind – Eine Hand mit drei Karten desselben Werts.

Two Pair – Eine Hand mit zwei Paaren, die den selben Wert haben.

Triple Draw

Bei dieser Poker Variante gewinnt nicht das beste sondern das schlechteste Blatt. Mit fünf Handkarten wird gespielt und es darf maximal dreimal getauscht werden. Da bei triple draw sie schlechteste Hand gewinnt ist es ein Lowball Spiel.

Triple Draw wird in zwei Varianten gespielt. Die Asse zählen bei Triple Draw 2-7 (Deuce to Seven) nicht als 1 sondern nur als As. 2-3-4-5-7 wären also die besten Karten. Auch straights and flushes zählen als solche und sind eher schlechte Karten in Triple Draw 2-7. Noch seltener wird die Variante Triple Draw a-5 (ace to five) gespielt, hier zählen keine flushes und keine straights. Die bestmögliche Hand ist heir A-2-3-4-5.

Die Variante Deuce to Seven:

Spielablauf

5 verdeckte Karten erhält jeder Spieler auf die Hand. Die erste Wettrunde folgt. Nach der ersten Wettrunde darf jeder Spieler soviele Karten tauschen, wie er möchte. Eine weitere Setzrunde folgt und es darf wieder getauscht werden. Der Spieler darf nach der vorletzten Wettrunde seine Karten ein letztes Mal tauschen, danach kommt die letzte Wettrunde und der Showdown. Der Spieler mit den schlechtesten Karten gewinnt.


Strategie

Schon die Starthände sollten mindestens zwei, oder sogar drei niedrige Karten enthalten. Ob ein Gegner bereits ein gutes Blatt hat, erkennt man daran ob er nicht mehr tauscht oder einen Einsatz setzt. Wenn das der Fall ist dann sollte man selbst bereits vier gute Karten in der Hand haben. Die nächste Karte sollte also sehr niedrig sein um den Gegner zu schlagen. Wenn ein Spieler bereits in den ersten beiden Draws eine passable Hand erhält, wird er diese Hand nicht weiter riskieren. Meistens enden dieser aber auf 8 oder 9.

Karten die auf 7 enden sind sehr gut, während auf 8 endende Karten gut sind und auf 9 oder 10 endende Karten mittelmäßig sind. Mittelmäßige Karten sollten vorsichtig gespielt werden.

Ein Gefühl für gute und schlechte Karten entwickelt sich nach einiger Zeit von selbst.