Wie der regelmäßige Leser meines Blogs weiß, spreche ich auf diesen Seiten quasi immer über Glücksspiel in irgendeiner Form. Dabei lege ich zwar besonderen Wert darauf, auch mal über den Tellerrand des Glücksspiel-Business hinauszuschauen und auch mal interessante digitale Spiele, Bücher oder ähnliches hinzuweisen, aber im Kern dreht sich hier doch alles um Casino und Poker.
Casino und Poker! Das ist eine Mischung, die ich noch nie hinterfragt habe. Warum auch? Jedes ordentliche Casino bietet doch den ein oder anderen Pokertisch an und wo man für eine Runde Texas Holdem die Karten aufnimmt ist auch gewöhnlich ein Casino nicht weit. Aber tatsächlich ist scheinbar die Schnittmenge von typischen Pokerspielern und typischen Casinospielern nicht so groß, wie ich immer dachte. Eine Statistik konnte ich dazu leider nicht auftreiben, aber schon oft sind Leser an mich herangetreten und haben erklärt, dass sie zwar gern ihr Glück im Casino austesten, aber um Pokertische dabei meist einen Bogen machen. Woran liegt das?
Der erste Grund und wohl wichtigste Grund ist, dass Poker eines der schwierigsten traditionellen Casino-Spiele ist. Schon die Standartregeln sind etwas komplizierter, als Roulette oder Black Jack. Und die strategische Dimension ist so groß, dass die professionellen Spieler nochimmer nicht ausgelernt haben. Somit fällt Poker unter den Bereich: einigermaßen leicht zu lernen und nahezu unmöglich zu meistern.
Dennoch möchte ich hier jeden noch so verbissenen Casino-Spieler dazu ermuntern, sich mal an diesem faszinierenden Kartenspiel zu versuchen. Und wenn man sich nicht die Blöße geben möchte, mit Halbwissen über das Spiel an einem Casino Pokertisch Platz zu nehmen, dann habe ich auch einen Tipp parat. Im Internet gibt es unzählige Programme, mit denen man sich schnell und einfach durch das Spiel mit Spielgeld ins Pokern einarbeiten kann. Nur zwei Titel, die ich dafür empfehlen würde wären „LANPoker“ und „PokerTH Portable”. Beide sind Kostenlos und unterscheiden sich vor allem in der Aufmachung. Zum lernen und üben sind sie allemal gut geeignet und sorgen auch für einiges an Spass mit den computergesteuerten Gegner.

Erst letzte Woche habe ich einen einigermaßen ausführlichen Blick auf eine Listen geworfen, die sich mit den „heißesten“ männlichen Spielern der Pokerszene beschäftigen. Im Zuge dieser Betrachtung kam ich schließlich zu dem Ergebnis, dass bei dieser Auflistung ganz offensichtlich die Qualität des Pokerspiels vor die tatsächliche „hottness“ des Spielers ging. Daraufhin ließ ich mich zu der Vermutung hinreißen, dass eine äquivalente Liste mit weiblichen Pokerspielern deutlich weniger fachbezogen ausfallen würde. Und wie um meine Vermutung zu beweisen – oder vielleicht auch zu widerlegen – habe ich eine solche Liste im Internet aufgespürt. Werfen wir doch mal einen Blick auf einige der „Hottest Female Poker Players of 2012“.
Liest man zunächst diesen Titel, ist das wohl kein typisches Thema für die Leserschaft meines Blogs. Denn wenn ich mich nicht täusche, ist das Gro meiner Leserschaft männlich und interessiert sich deshalb vermutlich recht wenig für die heißesten Männer von irgendwas.
Welcher der in der Überschrift genannten Begriffe passen nicht in diese Reihe? Tatsächlich, es ist natürlich das Würfelspiel Craps, welches nicht zwischen die Schulfächer wie Deutsch und Geschichte passt. Umso interessanter ist die Tatsache, dass man in Großbritannien aktuell tatsächlich darüber diskutiert, ob Glücksspiele wie Craps in der Schule behandelt werden sollten. So skurril das auch klingen mag, hat doch eine Charity Organisation namens „GamCare“ diesen Vorschlag geäußert. Das sorgt aktuell bei den Briten für hitzige Debatten. Kein Wunder – das würde dieses Thema ja hierzulande auch. Da gibt es all die Regulierungen für den Glücksspielmarkt und erwachsene Spieler zu schützen und dann sollen die Kinder schon in der Schule das Zocken lernen? Ich glaube aber, dass diese Idee trotz dieser provokanten Formulierung gar nicht so schlecht ist.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich es nicht schon viel zu oft gesagt bzw. geschrieben habe, aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass Deutschland dringend einen regulierten Markt für Online Poker braucht. Dass ich dies in dieser Woche nocheinmal zu einem expliziten Thema meines Blogs mache hat zwei Gründe.
Ich glaube ich habe in der Vergangenheit bereits einmal über ein besonders extravagantes Pokerset berichtet, das mit den wertvollsten Materialien der Welt geschmückt war und mehr Geld kostete, als ich durch Pokern wohl je verdienen werde. Damals kam ich zu dem Ergebnis, das so viel Bling Bling an meinem Stammtisch wohl nicht ankommen würde. Dennoch geht diese Betrachtung der außergewöhnlichen Pokersets nun in eine zweite Runde, denn über folgende Entdeckung muss ich einfach berichten.

Wer kennt eigentlich noch Duke Nukem? Inzwischen kennen wohl wieder einige Menschen diesen Namen, aber wer nichts damit anfangen kann, dem sei hier der Ursprung erklärt. Duke Nukem ist die Hauptfigur einer Videospielreihe, die ihren Ursprung in den frühen Neunzigern hatte. Innerhalb des Spiels schießt man sich durch Horden von Aliens – klassisch Videospiel eben. Die Figur Duke Nukem selbst kommt dabei wie die Überzeichung eines Achtziger-Jahre Aktionhelden daher. Mit fiesen Sprüchen und schlechten Manieren passt er mehr in die Rolle des Anti-Helden, rettet aber dann doch die Welt vor den Alien-Invasoren.
So oft habe ich mich schon klagend an meinen Blog gewandt und darüber berichtet, wie schlecht ich doch in der vergangenen Woche an meinem Pokerstammtisch gespielt habe. Zu oft vermutlich, vor allem wenn man das Klischee vom jammernden Pokerspieler bedenkt. Aber diese Woche bin ich ausgesprochen zufrieden mit mir und möchte einmal davon berichten.