Das Leben eines Pokerprofis mit seinen Licht- und Schattenseiten

Als eingefleischter Glücksspieler und auch Pokerspieler, bin ich natürlich sehr daran Interessiert, wie das Leben der Pokerprofis aus dem Rampenlicht so abläuft, welche Vorteile sie haben und welche Gefahren auch den Pokerstars auflauern.

In meinen Jahren an den Pokertischen konnte ich einige Erfahrungen sammeln und vor allem den Gefahren, die von dieser Glücksspielvariante auflauern, muss man sich jederzeit bewusst sein. So geht es selbstverständlich auch den richtigen Profis. Die Gefahr geht nicht von der Hand aus, die man spielt, sondern mehr noch von den Emotionen, die einen als Spieler überkommen können. Man muss einen kühlen Kopf bewahren und sich nicht von seinen Gefühlen übermannen lassen.

Dies möchte ich hier auch meinen Lesern ans Herz legen, denn auch die Pokerprofis müssen ihre Gefühle am Tisch unter Kontrolle haben, so dass das eigene Spiel nicht in Exzesse ausartet und man trotzdem ein gesundes Leben führen kann. Man geht quasi auf einem schmalen Grat, wenn man auf der einen Seite seinen Gegner analysiert und dessen Spiel nachvollziehen kann, sich jedoch gleichzeitig bewusst sein muss, dass man das Schicksal des Gegners nicht teilen und sich von diesem nicht beeinflussen lassen darf.

So toll der Ruhm und die Erfolge als Pokerprofi vielleicht sind und vor allem nach außen hin wirken, ich bin mir ziemlich sicher, dass das Leben als Pokerstar nicht immer einfach ist. Man muss die Balance finden und aufpassen, dass das Pokerspiel, wenn man es beruflich verfolgt, das persönliche Leben nicht negativ beeinflusst. So ist es fast in jedem Job und so kann man demnach das Pokerspiel, wenn man es zu seinem Beruf macht, auch als richtige Arbeit anerkennen. Wie in jedem anderen Beruf, gibt es auch als Pokerstar Fehler die man begehen kann und Fallen in die man tappen kann.

So bemerkt man häufig, wenn man wie ich die Neuigkeiten des Pokermarkts verfolgt, dass einige von den Pokerprofis ab und an eine Auszeit nehmen. Jede Glückssträhne hat mal ein Ende und wer beim Pokern den ersten Fehler begeht, der könnte dadurch in eine Art Teufelskreis geraten und nach und nach immer weitere Fehler begehen. Dies macht deutlich, dass man als Pokerprofi einen kühlen Kopf bewahren muss, um diese Fehler erst gar nicht zu begehen.

Phil Ivey, der unter den Pokerfans bekannt ist, verfolgt zum Beispiel die Strategie, so lange zu spielen, bis er entweder alle Chips verloren hat oder zu erschöpft ist, um weiter zu machen. Die Erschöpfung holt viele Pokerspieler nach langer Zeit des Profidaseins ein, denn man kann sich auch als professioneller Pokerspieler selbstverständlich überarbeiten.

Manch einer verfällt aufgrund des Pokerns der Spielsucht, da viele bei einem Verlust ihr Geld wieder gewinnen wollen, doch beim Poker heißt das nicht, dass man bei der weiteren Spielverfolgung gleich süchtig ist, sondern vielmehr gehört es zur Strategie vieler Profis, dass auf die Zeit gesetzt wird. Auch wenn man schon früh verloren hat, gibt es bei Pokern die Möglichkeit eines Rebuys, mit dem sich die Spieler wieder einkaufen können, um weiter zu spielen und das verlorene Geld zurückgewinnen.

Genau aus diesem Grund gibt es viele Spieler, die mehr Geld als den zu zahlenden Buy-In in der Tasche haben. Um hiermit erfolgreich zu sein, muss man als Spieler jedoch einen äußerst klaren Kopf behalten und die Situation am Spieltisch richtig einschätzen können. Hierzu zählt eine Menge Erfahrung und Können am Pokertisch.

Das Pokerspiel hat natürlich auch gewisse Schattenseiten. Man kann viel Zeit damit verbringen, sich vor allem in Online Pokerräumen rumzutreiben. Wenn man einmal beginnt, dann ist es schwer wieder damit aufzuhören. Die sozialen Kontakte könnten darunter leiden, wenn man es vorzieht, seine Freizeit an den Pokertischen der Online Casinos zu verbringen. Auch könnten die eigenen Tagesabläufe durcheinander geraten. Ich selbst weiß, dass die besten Pokerspiele in der Nacht stattfinden, wenn die Pokerer von der Arbeit kommen und sich dann zum Entspannen am Abend an den Rechner setzen.

Dadurch kann es zu Schlafentzug kommen oder zu einem verschobenen Tagesablauf, bei dem man nachts aktiv ist und dafür am Tage schläft. Die Pokerwelt ist spannend, aufregend und abwechslungsreich, jedoch ist es für jeden schade, wenn man außerhalb dieser Welt keine anderen Kontakte und Interessen mehr verfolgen kann.

Neben den Schlafzeiten und den sozialen Kontakten gibt es weitere Dinge, auf die man als Pokerer achten sollte, beispielsweise die Ernährung. Wenn man lange Zeit am Pokertisch verbringt und dadurch kein geregeltes Essen zu sich nimmt, sondern hier und da lediglich irgendwas in sich rein stopft, dann kann es schnell passieren, dass man ungewollt zunimmt und durch die ungesunde Ernährung der eigene Organismus darunter leidet. Durch eine schlechte Ernährung ist die Verfassung der Person dementsprechend schlecht und darunter kann dann natürlich auch das Pokerspiel leiden.

Ein weiterer Tipp von mir ist auf den eigenen Alkoholkonsum Acht zu geben. Viele der Profis trinken keinen Schluck Alkohol, wenn sie am Pokertisch sitzen. Alkohol vernebelt die Sinne und auch bei jeder anderen Arbeit greift man für gewöhnlich nicht zum Alkohol. Man sieht hier also, dass es einige Dinge gibt, die berücksichtigt werden müssen, wenn man den Pokertisch zu seinem eigenen Arbeitsplatz machen möchte.

Ein nicht weniger wichtiger Punkt ist die eigene Freundin. Die Freundin braucht Aufmerksamkeit und wird es nicht wollen, dass die Zeit am Pokertisch mehr ist, als die Zeit die mit der eigenen Freundin verbracht wird. Auch möchten die meisten Freundinnen mit Sicherheit nicht Tag und Nacht nur das Pokern zum Thema haben, sondern auch einmal über etwas anderes reden. Diese Punkte machen wohl mehr als deutlich, dass das Leben als Pokerprofi nicht immer einfach ist, auch wenn es nach außen hin toll klingt.

Klar ist es verlockend, mit einem Spiel, welches mir Spaß macht, meinen Lebensunterhalt zu verdienen und das Pokern als meine Arbeit zu betrachten. Trotzdem darf hierbei nicht vergessen werden, dass man außerhalb der Spieltische auch ein Leben führen muss, bei dem auf das eigene Umfeld und die eigene Gesundheit geachtet werden muss.

Diese Ausgewogenheit zu managen ist nicht unbedingt einfach und ist zudem auch mit Arbeit verbunden. Deshalb ziehe ich meinen Hut vor den richtigen Pokerprofis, die mit dem Spiel ihr Geld verdienen und es trotzdem schaffen dabei ein ganz normales Leben zu führen.

Poker in der Spiel-Definition

Kurzerhand habe ich mich entschlossen, gleich einen dritten Teil zu meinen zurückliegenden beiden Blogeinträgen zu machen. Denn nachdem ich mich in das Thema Spiel-Theorie etwas eingelesen hatte, entdeckte ich immer neue interessante Aspekte darin, die ich mit meiner Leserschaft teilen wollte. Und eine meiner wohl spannendsten Beobachtungen dreht sich um mein geliebtes strategisches Kartenspiel Poker.

Zuallererst möchte ich hier vermerkten, dass es sich beim Poker natürlich nicht um eines jener „Games of pure chance“ handelt, über die ich in meinem letzten Eintrag gesprochen habe. Poker ist kein Glücksspiel im eigentlichen Sinne, sondern ein Geschicklichkeitsspiel auf allen Ebenen. Zwar ist der Pokerspieler natürlich zu einem Anteil auf Wahrscheinlichkeit angewiesen, aber dieser kann mit Erfahrung minimiert werden. Und außerdem haben die meisten erfolgreichen Spiele einen gewissen Anteil an Glück.

Was ich aber am Pokerspiel besonders interessant finde, ist die Tatsache, dass man mit echtem Geld – beziehungsweise mit Jetons als dessen Platzhalter – spielt. Das wirkt auf den ersten Blick als nichts Besonderes – immerhin wird bei vielen Spielen echtes Geld gesetzt. Aber im Gegensatz zum Poker und seinen Spielarten wird bei anderem Beispiel, das mir einfällt, lediglich UM Geld gespielt. Entsprechend des sechsten Punktes in Jesper Juuls Spieldefinition sind die Konsequenzen eines Spieles aushandelbar und so wird – beispielsweise bei einer Runde Roulette – ein Einsatz festgelegt und nachdem die Kugel gerollt ist, wird ein Gewinn ausgezahlt – oder eben nicht.

Beim Poker funktioniert dies nicht auf diese Weise, denn dort wird MIT dem Geld gespielt. Das Setzen von Jetons in den Wettrunden hat direkten Einfluss auf das Spiel und das Verhalten der Gegenspieler. Ob man jemanden zum Erhöhen zwingt, durch checken eine Falle stellt oder durch einen saftigen Raise blufft – das Setzverhalten eines Spielers ist der wichtigste Einfluss, den er auf das Spiel nehmen kann und beeinflusst direkt den Spielverlauf. Dies ist eines der eigentümlichsten Merkmale des Pokerspiels, das vielleicht auch seinen großen Reiz ausmacht.

 

Glücksspiel in der Spiel-Definition

In der vergangenen Woche habe ich einen kleinen Ausflug in die allgemeine Spieltheorie gemacht und dafür doch unerwartet positives Feedback bekommen. Offenbar waren meine Ausführungen über die Definition für das Phänomen Spiel doch nicht so trocken, wie ich vorübergehend gefürchtet habe. Darum möchte ich in dieser Woche – wie mehr oder weniger schon angekündigt – nocheinmal mit diesem Thema arbeiten. Diesmal soll dabei aber der Akzent auf das Thema gelegt werden, dem sich dieser Blog doch immer schon gewidmet hat – dem Glücksspiel.

Das Glücksspiel hat in der Theorie des Spiels sowieso schon immer einen besonderen Platz. Ganz besonders ist dies der Fall, wenn es sich bei dem jeweiligen Spiel sogar um eines jener Beispiele handelt, wo das Gewinnen und Verlieren tatsetsächlich nur auf der Wahrscheinlichkeit beruht. Ein prominentes Beispiel für diese „Games of pure chance“ wäre wohl Craps, das ich in einem Älteren Artikel bereits genauer unter die Lupe nahm. Dort kann man eigentlich erstaunlich wenig seine Gewinnchancen beeinflussen – der Spieler würfelt einfach und hofft auf ein gutes Ergebnis.

Dadurch gibt es Stimmen in der Spieleforschung, die Glücksspiele als Grenzfall der Spiele sehen. Eine davon ist der Däne Jesper Juul, den ich bereits vergangene Woche vorstellte. (Übrigens sollte man ihn nicht mit seinem Namensvetter verwechseln – dieser ist nämlich ein recht bekannter Pädagoge) Jesper Juul spricht den Glücksspielen den 4. Punkt seiner Spieldefinition ab; dass der Spieler sich anstrengen muss, um ein besseres Ergebnis zu erreichen.

Das ist natürlich ein schlüssiges Argument. Als erfahrener Casino-Gänger muss ich allerdings auch sagen, dass der Spieler dadurch nicht minder an den spielerischen Akt gebunden ist. Ich habe so manchen Spieler am Crapstisch erlebt, der aus dem Würfelvorgang eine regelrechte Zeremonie machte und damit – darauf schwor er jedenfalls – die besten Würfelergebnisse erzielen konnte.

Die Tatsache, dass Glücksspiele auf Glück basieren rückt also keine Distanz zwischen den Spieler und seinem Spiel. Also ist deshalb im gewissen Sinne auch diese spielerische Anstrengung vorhanden und ist wird dadurch nicht minder interessant.

 

Eine Definition des Spiels

Vor einiger Zeit habe ich eine Buchvorstellung gemacht, die vielleicht etwas fremd in diesen Blog gewirkt haben könnte. Das Buch „Homo Ludens“ von Johan Huizinga behandelt ganz allgemein das Thema Spiel und etabliert dieses Phänomen als ein grundsätzliches Merkmal von Kultur.

Das war ein Blick über den Tellerrand, der natürlich auch interessante Perspektiven auf das Thema Glücksspiel eröffnet. Inzwischen habe ich natürlich weitere Texte zu diesem Thema gelesen und mir viele Gedanken darüber gemacht. Ein Kernthema in der Forschung zum Spiel scheint die Frage zu sein, wie man dieses Phänomen überhaupt definieren kann.

Diesem Problem stellte sich sogar der berühmte Philosoph Wittgenstein, der bei den Betrachtungen verschiedenster Spiele (Sport-Spiele, Karten-Spiele und was wir heute Gesellschafts-Spiele nennen würden) feststellte, dass zwar viele gemeinsame Eigenschaften teilten, aber bei anderen wieder keine Gemeinsamkeiten zu finden sind. Daher kam er zu dem Ergebnis, dass man Spiele nur unter dem Begriff „Familienähnlichkeiten“ miteinander in Bezug bringen könne.

Seitdem gab es unzählige andere Versuche, das Spiel in einem Thema zu fassen. Sollte tatsächlich jemand aus meiner Leserschaft das Interesse haben, sich mit diesen Versuchen mehr auseinander zu setzen, dass kann ich folgenden Artikel empfehlen: „The Game, the Player, the World: Looking for a Heart of Gameness“ von Jesper Juul. Jesper Juul ist ein dänischer Akademiker und scheint einer der aktuellen Größen im Bereich der Spieltheorie zu sein. Den genannten Artikel stellt er kostenlos auf seiner Homepage zur Verfügung und darin setzt er sich mit 7 verschiedenen Erklärungsversuchen für das Phänomen Spiel auseinander und formt daraus letztlich eine überzeugende Definition:

  1. Spiele basieren auf Regeln
  2. Spiele müssen ein variables und quantifizierbares Ergebnis haben
  3. Die möglichen Ergebnisse müssen unterschiedlichen Wert haben
  4. Der Spieler muss sich anstrengen, das bessere Ergebnis zu erreichen
  5. Der Spieler muss eine emotionale Bindung zum Ergebnis haben
  6. Die Konsequenzen des Spiels sind aushandelbar

Das war jetzt natürlich ein geballtes Stück Spieltheorie, dass ich meinen Lesern hier zugemutet habe. Aber ich denke es kann einen erfrischenden Blick auf die Themen werfen, die ich sonst in diesem Blog bespreche – wie Casino-Spiel und Poker-Spiel. Ich werde mir für den nächsten Beitrag mal Gedanken machen, welche interessanten Ergebnisse diese neue Perspektive hervorbringen könnte.

 

Was macht einen guten Croupier aus?

In der vergangenen Woche habe ich mich mit dem Thema Jetons einem Gegenstand gewidmet, der zu jedem Casino gehören muss. In dieser Woche möchte ich wieder über einen typischen Bestandteil des Casino Inventars sprechen, obwohl ich es aber nicht als Gegenstand bezeichnen möchte.

Die Rede ist von den Croupiers, die mit uns immer an den Spieltischen sitzen und uns die Karten und hoffentlich auch ab und an die gewonnenen Jetons zuschieben. Ich habe bei meinen häufigen Besuchen in den vielen Casinos dieser Welt schon so manche Art von Croupier erlebt. Manche sind ernst, manche sehr autoritär, aber die meisten sind doch ausgesprochen sympathische Menschen gewesen.

Aber was macht denn nun eigentlich guten Croupier aus? Als Spieler bin ich natürlich geneigt zu sagen, dass er mir die bestmöglichen Karten zuspielt – aber das wäre wohl vermessen. Tatsächlich habe ich vor kurzen einem weiblichen Croupier im Privaten kennen gelernt und bin mit ihr ins Gespräch gekommen. Sie gab mir einige interessante Einblicke in die Anforderungen an einen Croupier.

Die Grundvorrausetzungen für einen Croupier sind so selbstverständlich, dass man sie eigentlich kaum erwähnen muss; ein Croupier muss die Regeln des Spieles, das er betreut, bis in alle Details kennen. Immerhin verkörpert er sozusagen die Exekutive des Casinos und ist für einen reibungslosen Spielablauf verantwortlich. Daneben ist natürlich ein gepflegtes und höfliches Auftreten gefragt, um der zahlenden Kundschaft des Etablissements zu gefallen. Soweit so gut, wenn es um die offizielle Jobbeschreibung geht. Die junge Dame, mit der ich über die Arbeit als Croupier plauderte brachte aber noch einen wichtigen anderen Punkt an.

Die schwierigste Aufgabe eines Croupiers ist wohl jene, dass man auch am Ende eine acht Stunden-Schicht noch sowohl die Autorität des Casinos vertreten, als auch die Sympathie der Gäste im Gleichgewicht zu halten. Das kann sehr knifflig sein, da man auch manchmal die Frustration von Leuten mit Pechsträhnen mitbekommt. Besonders als weiblicher Croupier muss wohl die Position einer Autoritätsperson vor unhöflichen Gästen durchgesetzt werden, aber dennoch die Professionalität bewahrt werden.

Das muss ein ziemlicher Balance-Akt sein. Bekommt man ihn allerdings hin und überzeugt als Croupier durch elegante Arbeitsverrichtung und ist gleichzeitig sympathisch, bekommt man auch mal einen kleinen Teil der Tischgewinne als Trinkgeld zugesteckt.

 

Die Kunst der Jeton-Sicherheit

Mein heutiger Beitrag wird vielleicht für den ein oder anderen Leser meines Blogs nur wenig neue Informationen enthalten, denn ich weiß mit Sicherheit, dass viele meiner Leser regelmäßig Spielbanken und Casinos besuchen. Dadurch haben sie ausgesprochen viel mit dem Gegenstand zu tun, den ich diesen Beitrag widmen möchte – den Jetons.

Jetons, die am Pokerstammtisch eigentlich immer als „Chips“ bezeichnet werden – obwohl sie ganz anders schmecken – gehören zum Casino wie die Geldscheine zur Bank. Tatsächlich ist dieser Vergleich ausgesprochen passend, denn auf juristischer können die Jetons eines Casinos als deren Währung begriffen werden. Genauer gesagt sind die bunten Chips Schuldscheine, die von den Casinos gegen bares Geld an die Spieler ausgehändigt werden. Daraus ergibt sich die rechtliche Handhabung der Jetons. Was mich nun an diesen bunten Chips interessierte, waren die Sicherheitsmechanismen, mit denen sie vor der Fälschung oder gar der Verwechslung geschützt werden. Darum habe ich mir die Jetons einmal genauer angeschaut.

Es liegt ja auf der Hand, dass die Jetons in einem Casino ganz anders gesichert sein müssen, als die in einem Pokerkoffer. Casinos vermerken sowieso meist ihren Namen auf den Jetons, um Verwechslungen vorzubeugen. Dazu kommt auch, dass oft die Währung des Bargeldes auf den Chips vermerkt wird, um nicht Wechselkurs-Angelegenheiten in die Casino-Währung einfließen zu lassen. Dies alles könnte allerdings von findigen Casino-Betrügern durchaus gefälscht werden und die Spielbank könnte so um große Summen betrogen werden.

Deshalb greift man auch bei Jetons auf eine ganz ähnliche Maßnahme zurück, die auch die Landeswährung vor Fälschung sichert – das Hologramm. Diese sind deutlich schwerer zu kopieren und machen die Verwendung der jeweiligen Chips, die mit einem Hologramm oder auch so genanntem „Kinegramm“ versehen sind deutlich sicherer. Die letzte Sicherheitsmaßnahme sind Nummerierungen, mit denen die Chips registriert werden. Dies kann in Form von Satznummern oder – was gebräuchlicher ist – durch eine Registriernummer realisiert werden.

Man sieht also, die Sicherheit von Jetons ist eine komplexe Angelegenheit. Ich empfehle deshalb jedem meiner Leser, bei dem nächsten Casinobesuch einen genaueren Blick auf die Chips zu werden, mit denen er spielt.

 

Mein Blog und die Spielsucht

Ich betreibe diesen kleinen Blog hier nun schon eine ganze Weile und habe mich immer sehr wohl damit gefühlt, über kleine und größere Themen aus der gesamten Glücksspiel-Branche zu berichten und meine Meinung dazu zu schreiben. Ich möchte die näheren Umstände dazu gar nicht erst erklären müssen, aber jedenfalls wurde ich von einer Person vor kurzen sehr gezielt angefeindet, als das Gespräch zufällig auf meinen kleinen Blog fiel. Kern dieser Anfeindung war es, wie ich denn regelmäßig zu einem Thema schreiben und informieren könne, das so viele Menschen zu Süchtigen gemacht habe.

Ich habe in der Vergangenheit bereits einige Male das Thema Spielsucht angesprochen, wenn auch am Rande. Und ich bin mir auch durchaus bewusst, wie ernst dieses Leiden für die einzelnen Betroffenen ist. Spielsucht kann tatsächlich auf den meisten Ebenen mit der Sucht nach harten Drogen oder Alkohol verglichen werden. Es kann in schlimmen Fällen nicht nur in den finanziellen Ruin führen, sondern auch Änderungen in der Persönlichkeit auslösen die bis zu schweren Depressionen reichen. Ganz zu Schweigen vom Verlust sozialer Bindungen zu Familie und Freunden und auch des Arbeitsplatzes. Spielsucht ist ein ernstes Thema und dessen bin ich mit bewusst und dennoch schreibe ich über Poker, Casino und so weiter? Ja, natürlich! Das die vielfältige Welt des Glücksspiels für einige Charaktere ein Problem darstellen kann, heißt doch nicht automatisch, dass sie von allen anderen verteufelt und gemieden werden müsse. Alkoholabhängigkeit ist ebenso ein gesellschaftliches Problem, aber muss sich deshalb ein Weinkenner für sein Interessengebiet verantworten?

Diesen Vergleich brachte ich auch gegen die oben erwähnte Person vor, die mich anfeindete. Damit hatte ich wenig Erfolg – offenbar fühlte sich die mich anfeindende Person dadurch sogar persönlich angegriffen. Bei der Leserschaft meines Blogs werde ich wohl mit dieser Erklärung auf besseres Verständnis stoßen. Ich bin froh einmal deutlich Stellung zu diesem Thema genommen zu haben.

 

Tea Time, English Breakfast und Häuser aus Pokerkarten

Heute gibt es kein konkretes Thema für meinen Blog, denn mir fehlte in dieser Woche einfach die Zeit zum recherchieren. Das liegt in erster Linie daran, dass ich erst seit kurzem wieder hier in Gonsenheim bin. Die letzten Tage habe ich nämlich in London verbracht, wo ich mir einmal diese schöne Stadt, die typischen britischen Klischees und die einheimische Pokerszene angeschaut habe.

Den üblichen Leser meines Blogs wird es sicher kaum interessieren, was ich von London und den britischen Klischees halte. Darum halte ich diesen Teil möglichst kurz: London ist wirklich schön, von Tea Time habe ich nichts mitbekommen und „English Breakfast“ fand ich eigentlich ziemlich lecker.

Nun aber zum Pokerspiel: ich wurde von einem guten Freund nach London geladen mit dem ich schon vor Jahren regelmäßig Poker spielte. Auch er hat in London eine Runde an Spielern gefunden, die sich regelmäßig zum pokern treffen – ganz ähnlich wie bei meinem Stammtisch. Um also meine eingerostete englische Aussprache malwieder zu benutzen, habe ich mich zu dieser britischen Pokerrunde gesellt.

Auch hier war nirgends eine Teetasse zu sehen und die Spieler waren sehr sympathisch. Erstaunlich fand ich dabei, dass diese gebürtigen Brittendeutlich konservativer spielten, als ich es von meinem deutschen Poker Stammtisch gewohnt bin. In solche Fällen neige ich selbst dazu, in einen sehr aggressiven Spielstil überzugehen. Erfolg brachte mir das aber nicht; ein ums andere Mal zockte ich mich mit einer aggressiven Erhöhung in ungünstige Situationen. Meine Gegenspieler schienen immer ein etwas besseres Blatt zu haben. Vielleicht war es nur Pech und es kann sicher nicht verallgemeinert werden, aber ich werde mich nicht so bald mit Britten auf ein aggressives Pokerspiel einlassen.

Ansonsten war meine Zeit in London geprägt von Sightseeing. Unter anderem besuchten wir auch das Aspers Casino, wo derzeit ein Modell des Big Ben und des Palastes von Westminster ausgestellt wird. Das ganze Ding ist nur aus Pokerkarten zusammengebaut und überragte mich um mindestens anderthalb Meter. Ich konnte nur knapp der Versuchung widerstehen, das ganze Modell zum Einsturz zu bringen. Das hätte aber auch sicher Ärger gegeben.

 

Poker im Kulturprogramm

Wie oft habe ich mich schon über das Pokerspiel im deutschsprachigen Fernsehen aufgeregt? Meistens dann, wenn Stefan Raab seinen Tisch von prominenten Poker-Dilettanten zusammenrief – auch wenn ich diesen manchmal dann doch recht sympathisch fand – und eigentlich jedes Mal, wenn ich etwas über dieses alberne Pro7-Format mitbekam, bei dem das deutsche Poker Ass gesucht würde. Da kann man schon beinahe das Vertrauen verlieren, das man im öffentlichen Fernsehen noch etwas ordentliches Deutschsprachiges zum Thema Poker finden wird.

Aber siehe da, es hat sich gelohnt an dem Vertrauen festzuhalten. Ausgerechnet der Sender Arte hatte es sich Ende der vergangenen Woche zur Aufgabe gemacht, das Thema Pokerspiel in einem ganzen Themenabend zu behandeln. Besonders erhielt dabei die Reportage des Regisseurs Rolf S. Wolkenstein, die unter dem Namen „Von Haien und Fischen“ zur Hauptsendezeit lief. Das Format hatte es sich zur Aufgabe gemacht, dass Thema Poker einmal für Jedermann von allen Seiten zu bewundern.

Dabei kamen die unterschiedlichen Aspekte des Spiels erstaunlich gut bei weg. So wurde natürlich kein Hehl darum gemacht, dass das Glück im Poker ein Faktor ist, der immer wieder auch die erfahrenen Spieler in Verluste treiben kann. Aber dafür wird auch betont und verständlich erklärt, warum Poker dennoch ein Geschicklichkeitsspiel ist, bei dem man Mathematik, Strategie und Psychologie gezielt anwenden muss. Dazu kamen Beleuchtungen der sozialen Ebene des Pokerspiels. Große Pokerturniere wurden ebenso gezeigt und kommentiert wie die typischen online Poker Kids, die vor drei Monitoren an 20 virtuellen Tischen gleichzeitig spielen. Da lernt dann auch der ahnungsloseste Arte-Zuschauer, dass die besten Internet-Pokerspieler auch mal in eine Flasche pinkeln müssen, weil sie bei einem Toilettengang zu viel Geld verlieren würden.

Alles in allem ist es eine sehr solide Sendung, die sich jeder Pokerspieler mal angesehen haben sollte. Außerdem ist es ein hervorragendes Zeichen für die Pokerszene, dass sich ein auf Kultur bedachter Sender diesem Thema widmet.

 

Spielschulden sind Ehrenschulden

Auch wenn ich in meinem Blog noch nicht viel darüber gesprochen habe, verfolge ich doch sehr Interessiert die ganze Geschichte um Full Tilt und was mit diesem Unternehmen so passiert. Ich kann auch an dieser Stelle ganz ehrliches Mitgefühl für all die Spieler aussprechen, die nochimmer Gelder auf den Konten dieses fragwürdigen Unternehmens haben. Wäre ich ein Betroffener, hätte mich das ewige hin und her und die miserable Informations-Leistung des Unternehmens zur Weißglut getrieben. Ich hoffe ehrlich, dass Full Tilt sich noch auf die alte Weißheit besinnen wird, dass Spielerschulden Ehrenschulden sind und alle Spieler entsprechend der Umstände entschädigt werden.

Schockiert hat mich regelrecht die Informationsflut von Daten, dass äußerst bekannte Pokerspieler noch Schulden bei dem Unternehmen haben sollen. Die Zahlen variieren zwischen 16 und 18 Millionen Dollar Schulden bei insgesamt 19 Spielern – darunter Phil Ivey, Erick Lindgren, Mike Matusow und viele mehr. Angeblich soll diese Angelegenheit auch die Übernahme durch die Tapie-Gruppe und somit die Auszahlung der Spieler verzögern. Daran habe ich zwar leise Zweifel, aber gesetzt dies sei der Fall, ist das natürlich eine absolute Frechheit.

Auch sind einige Spieler unter den angeblichen Schuldnern, von denen ich das nie erwartet hätte. Einer davon ist natürlich Barry Greenstein, der ja eigentlich immer eine weiße Weste hatte. Mit 400 tausend Dollar soll er bei Full Tilt in der Kreide stehen und laut seiner letzten Äußerungen zu dem Thema zahlt er das Geld wohl nicht, weil er sonst nicht im Interesse der amerikanischen Spieler handeln würde.

Sogar von Barry Greenstein klingt das nicht so überzeugend, wie es vielleicht klingen sollte. Vielleicht färbt aber auch die ganze zwielichtige Atmosphäre der Full Tilt Affäre auf den Poker-Profi ab und er hat eigentlich wirklich nur das Beste im Sinn. In Herrn Greenstein habe ich immer noch das meiste Vertrauen, dass er seine Schulden auch als Ehrenschulden sieht. Bei anderen Namen auf dieser ominösen Liste bin ich mir da allerdings nicht so sicher.

 

Ermunterung zum Pokerspielen

Wie der regelmäßige Leser meines Blogs weiß, spreche ich auf diesen Seiten quasi immer über Glücksspiel in irgendeiner Form. Dabei lege ich zwar besonderen Wert darauf, auch mal über den Tellerrand des Glücksspiel-Business hinauszuschauen und auch mal interessante digitale Spiele, Bücher oder ähnliches hinzuweisen, aber im Kern dreht sich hier doch alles um Casino und Poker.

Casino und Poker! Das ist eine Mischung, die ich noch nie hinterfragt habe. Warum auch? Jedes ordentliche Casino bietet doch den ein oder anderen Pokertisch an und wo man für eine Runde Texas Holdem die Karten aufnimmt ist auch gewöhnlich ein Casino nicht weit. Aber tatsächlich ist scheinbar die Schnittmenge von typischen Pokerspielern und typischen Casinospielern nicht so groß, wie ich immer dachte. Eine Statistik konnte ich dazu leider nicht auftreiben, aber schon oft sind Leser an mich herangetreten und haben erklärt, dass sie zwar gern ihr Glück im Casino austesten, aber um Pokertische dabei meist einen Bogen machen. Woran liegt das?

Der erste Grund und wohl wichtigste Grund ist, dass Poker eines der schwierigsten traditionellen Casino-Spiele ist. Schon die Standartregeln sind etwas komplizierter, als Roulette oder Black Jack. Und die strategische Dimension ist so groß, dass die professionellen Spieler nochimmer nicht ausgelernt haben. Somit fällt Poker unter den Bereich: einigermaßen leicht zu lernen und nahezu unmöglich zu meistern.

Dennoch möchte ich hier jeden noch so verbissenen Casino-Spieler dazu ermuntern, sich mal an diesem faszinierenden Kartenspiel zu versuchen. Und wenn man sich nicht die Blöße geben möchte, mit Halbwissen über das Spiel an einem Casino Pokertisch Platz zu nehmen, dann habe ich auch einen Tipp parat. Im Internet gibt es unzählige Programme, mit denen man sich schnell und einfach durch das Spiel mit Spielgeld ins Pokern einarbeiten kann. Nur zwei Titel, die ich dafür empfehlen würde wären „LANPoker“ und „PokerTH Portable”. Beide sind Kostenlos und unterscheiden sich vor allem in der Aufmachung. Zum lernen und üben sind sie allemal gut geeignet und sorgen auch für einiges an Spass mit den computergesteuerten Gegner.

 

Das erste Online Casino

In einem Gespräch über die Gewohnheiten im Umgang mit Online Casinos und die Vorteile davon, die ganze bunte Welt der traditionellen Casino Spiele auch am heimischen PC zu haben, bin ich auf das Thema gekommen, wann wohl das erste Online Casino online ging. Denn ich selbst bin noch nicht so lange in diesem Thema bewandert, da ich lange Zeit das Live Casino Spiel bevorzugte. Inzwischen habe ich die Spielwelt im Internet aber auch schätzen gelernt und wie üblich, wenn mich ein Glücksspiel-nahes Thema interessiert, begann ich darüber zu recherchieren. Und die Ergebnisse meiner Recherche möchte ich nun – wie üblich – in einem kleinen und kompakten Blog-Eintrag zusammenfassen.

Alles in allem kann man sagen, dass das erste vollwertige online Casino wohl schon im Jahr 1996 online ging. Dabei handelte es sich um da so genannte „InterCasino“ und dahinter steckte damals das irische Unternehmen „Cryptologic“. Was mich dann aber erstaunte war, dass es sich bei Cryptologic nicht vornehmlich um eine Softwareschmiede mit Glücksspielhintergrund handelte. Es war vielmehr ein Unternehmen, das sich auf die Sicherheit im Internet spezialisiert hatte und dementsprechend seine Software produzierte. Cryptologic fügte also eher der bereits vorhandene internetfähigen Casino-Software diverse Sicherheitsmechanismen hinzu und veröffentlichte es in Form des ersten echten Online Casinos.

Die Software für Online Casinos entstand nämlich schon im Jahr 1994. Das erscheint mir ziemlich schnell, da das verbreitet zugängliche Internet ansich ja kaum ein halbes Jahrzehnt älter ist. Hinter der Software steckte damals das Unternehmen „Microgaming“, dass im Grunde schon das vollwertige und funktionstüchtige Online Casino entwarf. Das Unternehmen hatte aber nicht die Kapazitäten, auch die Sicherheit dieser Anwendung zu gewährleisten.

Übrigens kann man natürlich auch nicht an Online Casino denken, ohne auch eine Rechtssprechung zu haben, die auch das Internet in ihre Glücksspielregulierung mit einbezieht. Die erste Nation die dies tat, war der kleine Inselstaat Antigua und Barbuda. Hier wurden im Rahmen von Gesetzesänderungen auch Lizenzen an Internet-Anbieter vergeben. Das was bereits im Jahr 1994, was mich wirklich beeindruckte. Denn wie wir wissen, ignorieren die Mehrzahl der deutschen Bundesländer bis heute das Glücksspiel im Internet.

 

Online Poker für Facebook Spieler

Ich glaube, ich habe vor einiger Zeit bereits einmal über meine Einstellung zu Zynga und seinem berühmt berüchtigten sozialen Spielen im Facebook geschrieben. Lange beschäftigen konnte ich mich ja mit keinen von den üblichen „Rumklick“-Spielen wie FarmVille, aber das Poker App war dann doch ganz interessant. Aber wie immer beim Pokern mit Spielgeld, war das Interesse schnell wieder verschwunden und ich spielte dann doch lieber wieder an den richtigen virtuellen Pokertischen.

Aber wie so viele, habe natürlich auch mich gefragt, ob denn Zynga vielleicht einmal den Schritt in das Echtgeld-Geschäft mit dem Poker wagen würde. Die Zahl an Spielern, die dazu nötig wären, hat das Unternehmen ja. Laut meiner letzten Recherchen sollen dort im Monat mehr als 30 Millionen Spieler bei Zynga Poker die Karten aufnehmen. Wenn das nicht mal eine Hausnummer ist! Aber schon als ich mich das letzte Mal damit beschäftigt habe, kam ich schnell zu der Überzeugung, das dieser Schritt lange nicht so einfach wäre, wie ihn diese Zahl vermuten lässt.

Ja; Zynga ist ein absoluter Gigant, was seine Spielerzahlen angeht. Aber ein typischer Pokerspieler, der sich im Facebook an einen Spieltisch setzt um mit etwas Spielgeld zu klimpern ist nicht gleich ein Pokerspieler, der echtes Geld auf den Tisch wirft um damit zu zocken. Der Schritt ins Geschäft mit dem echten Geld ist größer, als man denkt und die wenigsten Spieler würden Zynga wohl folgen. Diese Meinung schien auch bei Zynga vorzuherrschen, denn das Unternehmen dementierte stets jedes Gerücht, man bereite sich auf das Echtgeld-Business vor. Bis jetzt jedenfalls…

Tatsächlich hat wohl ein Sprecher von Zynga, dessen Name nicht überliefert wurde, bekannt gegeben: „Wir hören unseren Spielern genau zu und wissen, dass sie Interesse daran haben, auch auf dem Echtgeldsektor aktiv zu werden. Derzeit befinden wir uns in Gesprächen mit potenziellen Partnern, um unsere Möglichkeiten genauer zu eruieren.“ Wenn das nicht mal eine Bombe ist. Selbst wenn nur ein Bruchteil der Spieler des Poker Apps auf Facebook auf das Echtgeld-Angebot von Zynga wechseln, dann hat die Online Poker Welt einen neuen Stern am Himmel. Hier lohnt es sich gespannt zu sein!

 

Ermunterung zum Pokerspielen

Wie der regelmäßige Leser meines Blogs weiß, spreche ich auf diesen Seiten quasi immer über Glücksspiel in irgendeiner Form. Dabei lege ich zwar besonderen Wert darauf, auch mal über den Tellerrand des Glücksspiel-Business hinauszuschauen und auch mal interessante digitale Spiele, Bücher oder ähnliches hinzuweisen, aber im Kern dreht sich hier doch alles um Casino und Poker.

Casino und Poker! Das ist eine Mischung, die ich noch nie hinterfragt habe. Warum auch? Jedes ordentliche Casino bietet doch den ein oder anderen Pokertisch an und wo man für eine Runde Texas Holdem die Karten aufnimmt ist auch gewöhnlich ein Casino nicht weit. Aber tatsächlich ist scheinbar die Schnittmenge von typischen Pokerspielern und typischen Casinospielern nicht so groß, wie ich immer dachte. Eine Statistik konnte ich dazu leider nicht auftreiben, aber schon oft sind Leser an mich herangetreten und haben erklärt, dass sie zwar gern ihr Glück im Casino austesten, aber um Pokertische dabei meist einen Bogen machen. Woran liegt das?

Der erste Grund und wohl wichtigste Grund ist, dass Poker eines der schwierigsten traditionellen Casino-Spiele ist. Schon die Standartregeln sind etwas komplizierter, als Roulette oder Black Jack. Und die strategische Dimension ist so groß, dass die professionellen Spieler nochimmer nicht ausgelernt haben. Somit fällt Poker unter den Bereich: einigermaßen leicht zu lernen und nahezu unmöglich zu meistern.

Dennoch möchte ich hier jeden noch so verbissenen Casino-Spieler dazu ermuntern, sich mal an diesem faszinierenden Kartenspiel zu versuchen. Und wenn man sich nicht die Blöße geben möchte, mit Halbwissen über das Spiel an einem Casino Pokertisch Platz zu nehmen, dann habe ich auch einen Tipp parat. Im Internet gibt es unzählige Programme, mit denen man sich schnell und einfach durch das Spiel mit Spielgeld ins Pokern einarbeiten kann. Nur zwei Titel, die ich dafür empfehlen würde wären „LANPoker“ und „PokerTH Portable”. Beide sind Kostenlos und unterscheiden sich vor allem in der Aufmachung. Zum lernen und üben sind sie allemal gut geeignet und sorgen auch für einiges an Spass mit den computergesteuerten Gegner.

 

Hottest Poker Player Lists – die Zweite!

Erst letzte Woche habe ich einen einigermaßen ausführlichen Blick auf eine Listen geworfen, die sich mit den „heißesten“ männlichen Spielern der Pokerszene beschäftigen. Im Zuge dieser Betrachtung kam ich schließlich zu dem Ergebnis, dass bei dieser Auflistung ganz offensichtlich die Qualität des Pokerspiels vor die tatsächliche „hottness“ des Spielers ging. Daraufhin ließ ich mich zu der Vermutung hinreißen, dass eine äquivalente Liste mit weiblichen Pokerspielern deutlich weniger fachbezogen ausfallen würde. Und wie um meine Vermutung zu beweisen – oder vielleicht auch zu widerlegen – habe ich eine solche Liste im Internet aufgespürt. Werfen wir doch mal einen Blick auf einige der „Hottest Female Poker Players of 2012“.

Um diesen Blick zu werfen, werde ich die Dramatik der Reihenfolge von den niedrigeren zu den besten Plätzen komplett ignorieren und direkt zum ersten Platz kommen: die heißeste Pokerspielerin von 2012 ist laut der mir vorliegenden Liste Sara Jean Underwood. Die zweifellos ansehnliche Blondine ist seit einer Weile zwar Mitglied des Profi Teams eines Pokeranbieters, aber ich konnte tatsächlich keinen einzigen Gewinn von ihr aufspüren. Das einzige was ich herausfinden konnte war, dass sie 2007 Playmate des Jahres wurde und drumherum immer mal nackt zu sehen war.

Das bestätigt doch sehr genau meine Vermutung, die ich hatte. Etwas relativiert wird das, wenn man sich Platz 2 und 3 der Liste anschaut. Dort finden sich nämlich Liv Boeree und Vanessa Rousso. Beide Damen können tatsächlich neben ihrem attraktiven Auftreten ausgesprochen gut spielen. Danach kommen allerdings Namen wie Jennifer Leigh, Summer Altice, Jayde Nicole und so weiter. Alle dieser Damen waren im Verlauf ihrer Karriere mal mehr oder weniger nackt zu sehen, aber ihre Pokererfolge lassen sich an einer Hand abzählen.

Och muss also zu dem Ergebnis kommen, dass bei den Listen der „Hottest Female Poker Players of 2012“ die „Hottness“ deutlich vor dem tatsächlichen Spielvermögen steht. Das ist ansich sicher auch in Ordnung, immerhin sollen die Listen ja nicht die besten Spielerinnen benennen. Aber vielleicht sollte man bei dem Titel „Female Poker Player“ doch etwas differenzierter vorgehen und nicht hauptberufliche Modells auswählen.