Interessantes aus der Pokerwelt

Was die Pokerwelt betrifft, versuche ich immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Auf meiner Reise im Internet bin ich jedoch letztens auf einen äußerst interessanten Artikel gestossen, dessen Inhalt mir neu war. Dort behauptet ein Soziologe, je häufiger man beim Poker gewinnt, desto mehr Geld würde man verlieren.

Mit Hilfe einer Computer Software hat Kylie Siler von der Cornell University in New York 27 Millionen Poker Hände analysiert. Ich weiß es klingt widersprüchlich, ist aber wahr. Je mehr Runden der Poker-Spieler gewinnt, desto mehr Geld verliert er. Sollte das nicht eigentlich andersherum sein?

Das Ergebnis der Untersuchung war, das die Spieler bei den Gewinnen meistens kleine Beträge gewinnen. Menschen, allen voran Poker-Anfänger, neigen dazu, regelmäßige geringe Gewinne im Vergleich zu gelegentlichen großen Verlusten überzubewerten. Also siegt das Triumph-Gefühl mehr oder weniger über die Verluste. Statt auf Taktik scheinen sich die Spieler immer mehr auf die Glückssträhne zu verlassen.  Nach kleinen Gewinnen setzten somit viele Spieler große Summen, der vorher eingestrichene Gewinn ist bei ausbleibendem Erfolg schnell wieder aufgezehrt.

Der Soziologe, der selbst über Jahre Poker spielt, hat bei seiner Untersuchung noch eine weiter Entdeckung gemacht: wer mit niedrigem Einsatz spielt, gewinnt häufiger mit Kartenpaaren mit niedrigem Zahlenwert als mit höheren. Das soll daran liegen, dass niedrigere Paare sozusagen einen eindeutigen Wert besitzen, während höhere Paare in unterschiedlichen Strategien eingebunden werden können, wodurch der Umgang mit ihnen komplizierter ist. Hmm glauben wir ihm das?

Siler beobachete 27 Millionen Spiele mit der Poker Variante Texas Holdem, bei denen der mögliche Einsatz nicht begrenzt war.  Das Ergebnis der Forschung soll jedoch nicht nur der Poker Welt dienen, sondern zeigte auch, wie Menschen mit Risiko und Unsicherheit im Allgemeinen umgingen. Ob das Glück lange wehrt oder dem Pokerspieler nur einen kurzen Besuch abstattet ist für Profis  nebensächlich. Schließlich geht es bei dem Kartenspiel um Taktik, Menschenkenntnis und Mathematik.

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