„Spielschulden sind Ehrenschulden“

Das stimmt doch, oder? „Spielschulden sind Ehrenschulden“ – das habe ich mich schon einige male sagen hören. Und es hat immer eine erstaunliche Wirkung, denn appelliert man an die Ehre des Gegenübers, ist dieser meistens deutlich schneller gewillt, einem das verspielte Geld in die Hand zu drücken. Nunja, ich bin aber auch kein allzu hartnäckiger Gläubiger und habe schon so manchen alten Pokerkameraden mit seinen Spielschulden vom Stammtisch verschwinden lassen. Dafür musste er dann eben in der nächsten Woche das Bier bezahlen.
Aber dennoch, der Satz „Spielschulden sind Ehrenschulden“ bleibt eine wichtige Requisite bei jedem geselligen Spiel um Geld – auch wenn es nur um kleine Beträge geht. Aber was genau bedeutet das denn? Eigentlich sagt es ja gar nicht, dass man das Geld, dass man bei einem Spiel verloren hat, auch zahlen muss. Der Satz sagt ja nur, dass es eben Schulden der Ehre sind. Pfeift man auf seine Ehre, pfeift man auch auf seine Gläubiger. So behauptet es zumindest die Analyse des sprichwortartigen Satzes. Dennoch habe ich mich neulich gefragt, ob man nicht bei dem Verweigern von Schuldenbegleichung von seinem
Gläubiger rechtlich belangt werden kann.
Ich habe da kurzerhand mal Recherchiert und wurde auf fündig: „Durch ein Spiel oder durch Wette wird eine Verbindlichkeit nicht begründet.“ heisst es im § 762 des deutschen Gesetzbuches. Also kann man tatsächlich auf seinen Gläubiger pfeifen – Spielschulden sind tatsächlich Ehrenschulden. Allerdings leidet auch die Ehre darunter, wenn man von diesem Paragraphen am Stammtisch gebrauch macht. Wer will denn schon mit jemanden Spielen, der seine Schulden danach nicht bezahlt? Da sitzt man in der nächsten Woche allein am Tisch.
Ich möchte hier aber aufgrund der Vollständigkeit erwähnt haben, dass dieser Paragraph
wirklich nur für Stammtisch-Glücksspiel, -Wetten und ähnlichem gilt. Bei staatlich
Lizenzierten Glückspiel siehtd as ganze ganz anders aus. Also versucht euch nicht mit dem
Satz „Spielschulden sind Ehrenschulden“ aus einem Casino zu schleichen, nachdem ihr euer
Haus und Hof verspielt habt. Das klappt dann leider auch nicht.
Interessant ist übrigens auch, was weiter im § 762 zu lesen ist:
„Das auf Grund des Spieles oder der Wette Geleistete kann nicht deshalb zurückgefordert
werden, weil eine Verbindlichkeit nicht bestanden hat.“ Wer jetzt also denkt, aufgrund
des Paragraphen kann er all seine alten Kollegen um das verlorene Geld anhauen und die
gezahlten Summen zurückfordern, der liegt falsch. Auch hier gilt ein altes Sprichwort:
„Geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen.“

Das stimmt doch, oder? „Spielschulden sind Ehrenschulden“ – das habe ich mich schoneinige male sagen hören. Und es hat immer eine erstaunliche Wirkung, denn appelliert man andie Ehre des Gegenübers, ist dieser meistens deutlich schneller gewillt, einem das verspielteGeld in die Hand zu drücken. Nunja, ich bin aber auch kein allzu hartnäckiger Gläubiger undhabe schon so manchen alten Pokerkameraden mit seinen Spielschulden vom Stammtischverschwinden lassen. Dafür musste er dann eben in der nächsten Woche das Bier bezahlen.Aber dennoch, der Satz „Spielschulden sind Ehrenschulden“ bleibt eine wichtige Requisitebei jedem geselligen Spiel um Geld – auch wenn es nur um kleine Beträge geht.

Aber was genau bedeutet das denn? Eigentlich sagt es ja gar nicht, dass man das Geld, dassman bei einem Spiel verloren hat, auch zahlen muss. Der Satz sagt ja nur, dass es ebenSchulden der Ehre sind. Pfeift man auf seine Ehre, pfeift man auch auf seine Gläubiger. Sobehauptet es zumindest die Analyse des sprichwortartigen Satzes. Dennoch habe ich michneulich gefragt, ob man nicht bei dem Verweigern von Schuldenbegleichung von seinem Gläubiger rechtlich belangt werden kann. Ich habe da kurzerhand mal Recherchiert undwurde auf fündig: „Durch ein Spiel oder durch Wette wird eine Verbindlichkeit nicht begründet.“ heisst es im§ 762 des deutschen Gesetzbuches. Also kann man tatsächlich auf seinen Gläubiger pfeifen– Spielschulden sind tatsächlich Ehrenschulden.

Allerdings leidet auch die Ehre darunter,wenn man von diesem Paragraphen am Stammtisch gebrauch macht. Wer will denn schon mit jemanden Spielen, der seine Schulden danach nicht bezahlt? Da sitzt man in der nächsten Woche allein am Tisch. Ich möchte hier aber aufgrund der Vollständigkeit erwähnt haben, dass dieser Paragraphwirklich nur für Stammtisch-Glücksspiel, -Wetten und ähnlichem gilt. Bei staatlichLizenzierten Glückspiel siehtd as ganze ganz anders aus. Also versucht euch nicht mit demSatz „Spielschulden sind Ehrenschulden“ aus einem Casino zu schleichen, nachdem ihr euerHaus und Hof verspielt habt. Das klappt dann leider auch nicht.

Interessant ist übrigens auch, was weiter im § 762 zu lesen ist:„Das auf Grund des Spieles oder der Wette Geleistete kann nicht deshalb zurückgefordertwerden, weil eine Verbindlichkeit nicht bestanden hat.“ Wer jetzt also denkt, aufgrunddes Paragraphen kann er all seine alten Kollegen um das verlorene Geld anhauen und diegezahlten Summen zurückfordern, der liegt falsch. Auch hier gilt ein altes Sprichwort:„Geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen.“

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