Meine neuste Entdeckung: Backgammon

Nachdem ich mich in den letzten Wochen vor allem mit Pokern die Zeit vertrieben habe und meiner Meinung nach deutlich besser geworden bin – vor allem im Bereich von Protection und Spielgefühl – hatte ich neulich eine Partie, bei der gar nichts richtig laufen sollte. Zum Glück ging es um kaum nennenswerte Summen, aber dass ich in meiner liebsten Disziplin mal so richtig über den Tisch gezogen worden war, entschloss ich für eine Weile die Finger von den Karten zu lassen.

Stattdessen wollte ich mich mal wieder der Vielfalt der anderen Casino-Spielen zuwenden, landete aber letztlich bei einem Spiel, dass gar nicht zu den klassischen Casinospielen gehört: Backgammon. Meine Nachbarn waren nämlich die letzte Wochen in die Türkei Gereist – nach Istanbul – und für den kleinen Gefallen, dass ich ab und an mal ihre Pflanzen goss, brachten sie mir von dort eine sehr schönes Backgammon-Spiel mit.

Wer nun sagt, dass Backgammon nun wirklich keine neue Entdeckung ist, der hat vermutlich Recht. Schließlich zählt es zu den ältesten Brettspielen der Welt und es wurden bereits Spielbretter entdeckt, die auf ein Alter von 5000 Jahren geschätzt werden. Für mich ist es dennoch eine neue Entdeckung, da das Spiel mir bisher nie in die Finger kam. Ich glaube auch, dass Backgammon hierzulande auch kaum gespielt wird und wenn, dann von unseren deutsch-türkischen Einwohnern.

Jedenfalls habe ich mich sofort mit großer Begeisterung dem Spiel zugewandt. Es geht im wesentlichen darum, durch würfeln seine eignen Spielsteine über ein Brett – bestehend aus 24 “Zungen” – zu bewegen und sie möglichst schnell in einem bestimmten Bereich – seinem Homeboard – anzuordnen. Hat man alle Steine dort versammelt, darf man sie aus dem Spiel würfeln und schafft man das vor seinem Gegner, hat man gewonnen. Der Kniff an der Sache ist aber, dass der Gegner auch versucht seine Steine in sein eigenes Homeboard zu bewegen und dabei ist es beiden Spielern möglich, die gegnerischen Spielsteine zu schlagen. Geschieht dies, muss der geschlagene Stein neu in das Spielfeld eingewürfelt werden und das an der Stelle, an der sie am weitesten vom Homeboard entfernt sind.

Aus diesen Regeln ergibt sich eine spannende Mischung aus Strategie- und Glücksspiel. Man kann offensiv spielen, aber dann kann man selbst schnell Angriffsflächen bieten, oder man spielt sicher, kommt aber mit dem Rücken seiner Steine nur langsam voran. Ich bin gerade erst dabei, mir eine Strategie zu erarbeiten. Auf jeden Fall ein heißer Tipp für meine Leser: probiert mal Backgammon aus!

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