Von Pokern und seinen Gefahren

Meine letzten beiden Blogeinträge haben sich ja um das Thema gezinkte Karten gedreht. Heute will ich hier einen dritten hinzufügen, um das Thema für mich abzuschließen und zusätzlich noch eine kleine Geschichte aus meiner letzten Woche zu erzählen.

Zunächst wurde ich öfters gefragt, warum mein letzter Blogeintrag denn „Landstreicher und ihre Zinken“ hier; scheinbar habe ich ne erklärt, was denn Landstreicher mit Zinken zutun haben. Dazu also ein kurze, aber interessante Erklärung: tatsächlich kommt der Begriff Zinken von fahrenden Handwerkern, bzw. Landstreichern, die sich als solche ausgaben. Wenn diese auf ihrer Wanderschaft bei Bauern Unterschlupf fanden, versahen sie bei der abreise den Pfosten am Eingang mit so genannten „Zinken“. Dies waren geheime Zeichen, die dort in das Holz geschnitzt wurden und kommenden Landstreichern Informationen über die Bewohner des jeweiligen Haus und Hofes gaben. So gab es einen Zinken für eine Herberge mit gutem Essen, einen Zinken für gemütliche Nachtlager und sicher auch einen Zinken für eine hübsche Tochter. Und aus dieser Geheimsprache stammt der Ursprung für „gezinkte Karten“.

Vielleicht stößt ja diese kleine Info bei manchen meiner Leser auf Interesse, aber ich möchte auch niemanden vorenthalten, dass das ganze Gerede über die Möglichkeiten des Schummelns beim Kartenspiel scheinbar mein Poker-Karma etwas verärgert hat und mich bestrafte. Dazu die versprochene kleine Geschichte aus meiner letzten Woche:

Ein findiger junger Freund von mir ist Stammgast an meinem Pokerstammtisch und ebenso ein begeisterter Bastler. Ihm kam die Idee zu einer jener Konstruktionen, die man sonst aus trashigen Actionfilmen kennt – jene mechanischen Gestelle, die man an den Unterarm anbaut und die auf Knopfdruck eine Handfeuerwaffe aus den Ärmel in die Hand springen lassen. So etwas bastelte er nach und zwar für Spielkarten, so dass er sich ein theoretisch ein paar Karten aus dem Ärmel in die Hand springen lassen könnte. Witzige Idee und die Konstruktion sorgte am Stammtisch für einige Lacher, bis ich sie ausprobieren wollte.

Das ganze Ding saß a meinen etwas kräftigeren Unterarmen von Anfang an etwas straff und wollte zunächst gar nicht funktionieren. Nach mehreren versuchen sprang es dann aber doch auf, brach dabei und ein scharfkantige Metallstrebe bohrte sich in meine Handinnenfläche. Es gab zunächst erschrockenes Aufspringen, dann wurden viele Papiertücher von mir vollgeblutet und letztlich landete ich beim Arzt, wo ich mit 4 Stichen genäht wurde. Zwar alles halb so wild, aber deshalb muss ich jetzt diesen Blogeintrag ausschließlich mit der linken Hand tippen.

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