Backgammon, Backgammon, Backgammon…

Letzte Woche hatte ich schon angekündigt, dass ich mit Backgammon vielleicht eine neue Leidenschaft gefunden habe. Und tatsächlich habe ich in den vergangenen sieben Tagen einiges an Zeit in dieses Spiel investiert und denke nun, ich habe bereits einige wichtige Strategien erarbeitet. Ob ich nun aber wirklich gut bin, ist wohl eine ganz andere Frage. Schließlich konnte ich mich mit niemanden messen, dem ich das Spiel nicht selbst beigebracht habe. Ja, ich möchte gar sagen, in meinem Bekanntenkreis herrscht akuter Mangel an Backgammon-Kenntnis und Begeisterung.

Zum Glück gibt es da diverse Abhilfen, um wenigsten bisschen Erfahrung mit dem Spiel zu sammeln. Aus dem Internet habe ich mir ein kostenloses Programm für mein Handy geladen, um mich unterwegs mit Backgammon beschäftigen zu können. Das Ergebnis war aber enttäuschend; der computergesteuerte Gegner auf meinem Handy war unglaublich schlecht. Zwar habe ich jetzt kein Gus Hansen Niveau erwartet – der Pokerpro scheint ja Gerüchten zufolge inzwischen wieder mehr Geld mit Backgammon zu verdienen, als durch das Kartenspiel – aber doch wenigsten einen brauchbaren Gegenspieler.

Etwas Recherche brachte mir dafür eine interessante Erklärung, weshalb mein Handy mit keine Backgammonunterhaltung liefern konnte:

Offensichtlich gestaltet es sich als ausgesprochen schwer einen Computer zu programmieren, der ein brauchbares Backgammon-Spiel liefern kann. Obwohl man sich schon lange damit beschäftigt hat, schaffte man erst gegen Ende der 80ger eine Software zu Programmieren, die es annährend auf menschliches Niveau schafft. Besonders interessant ist, wie das gelungen ist. Man musste nämlich zunächst ein „neuronales Netz“ programmieren, welches dann aberhunderte Spiele Backgammon gegen sich selbst spielte und daraus lernte.

Ich halte das für ein faszinierendes Beispiel, was das großartig an diesem Spiel ist. Obwohl die Regeln ausgesprochen simpel und schnell erlernt sind, brauch es doch viel mehr als das bloße Wissen darüber, um wirklich gut zu spielen. Backgammon fällt also in die Sparte „Leicht zu lernen, schwer zu meistern.“

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